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Arbeits- und Forschungsstelle Privatbibliothek Christa und Gerhard Wolf

Autor:innenbibliothek - direkt am materiell-gegenständlichen Sammlungsbestand forschend lernen und lernend forschen. Eine der wenigen öffentlich zugänglichen Paarbibliotheken der Gegenwart wird erkundet.

Christa und Gerhard Wolf in ihrer Wohnung am Amalienpark 1994. Foto: Roger Melis; Vervielfältigung des Fotos ist nicht gestattet,
Nutzungsrechte am Foto können erworben werden bei Mathias Bertram,
http://www.mathias-bertram.de/roger-melis.html

 

Seit Mai 2023 ist der Buchbestand der Arbeitszimmer Christa Wolfs und Gerhard Wolfs öffentlich zugänglich. Bereits ab 2016 waren Teilbestände aus dem Woseriner Sommerhaus einsehbar, ab 2020 auch die sogenannte "Wendesammlung" (oft gewidmeter) autobiographischer und Sachliteratur zur Geschichte des Sozialismus und Stalinismus. Heute umfasst unser Gesamtbestand 9000 Bände. Dies ermöglicht den vergleichenden Blick auf DDR-Erstausgaben und deren westdeutsches Pendant, den Einblick in verschiedenste Vorlese-Exemplare der Autorin und in Lizenzausgaben Christa Wolfs in 38 Sprachen. Vor allem bietet die Arbeits- und Forschungsstelle den unmittelbaren Zugang zum materiellen Bestand der Bücher im  Arbeitszimmer Christa Wolfs (heute in den Originalregalen aufgestellt im Christa Wolf-Raum 3.543) und in dem Gerhard Wolfs (heute in den Originalregalen aufgestellt im Gerhard Wolf-Raum 3.509). Die ursprüngliche Ausstellungsordnung wurde erhalten.

Die Sammlung ist Ausgangspunkt für Seminare, Vorträge, Workshops und Lesungen und wird in Bachelor- und Masterarbeiten wie auch in freien studentischen Projekten wissenschaftlich erkundet. Zu deren Ergebnissen gehören die Wander-Ausstellung "Neu Christa Wolf Lesen", ein Exponat zu Störfall für die Ausstellung "Nach der Natur" in der ersten Etage des Humboldt Forums (noch bis zum 20.6.2025 zu sehen), ein feuilletonistisches "Hörstück", künstlerische und wissenschaftliche Foto-Dokumentationen und der Audio-Stadtspaziergang "Auf den Spuren Christa Wolfs durch Berlin-Mitte". Kontinuierlich widmen sich deutsche und internationale Gastforscher:innen Details unseres Bestands.

 


Aktuelles

 

Öffnungszeiten der Arbeitsstelle

 

📍 Dorotheenstraße 24, 10099 Berlin; Raum 3.543, 3.509 und 3.544 

🕒 dienstags: 14:00 – 16:00 Uhr 

📅 zusätzliche Termine nach Vereinbarung mit unserer studentischen Mitarbeiterin Alina Mohaupt (wolfbib.idl@hu-berlin.de)

 

fachliche Nachfragen über birgit.dahlke@hu-berlin.de oder Tel. B. Dahlke: 2093 85 083

 

Aktuelle Veranstaltungen

 

 

13. April 2026 um 12 Uhr c.t.: Auftakt zum außerordentlichen Seminar zur Literatur- und Kulturgeschichte der DDR 

12:00 Uhr | Christa Wolf-Raum (3. 543)

Auf Wunsch Studierender widmen wir uns in einem Seminar außerhalb des regulären Lehrveranstaltungsprogramms den methodischen Provokationen eines überpolitisierten Kapitels der deutschen Literaturgeschichte

 

30. März 2026 um 18 Uhr : "Montagstee" - Der studentische Lesezirkel

 18:00 Uhr | Gerhard Wolf-Raum (3. 509)

Wir diskutieren den mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichneten Roman von Dorothee Elmiger Die Holländerinnen (2025).  

Diesen monatlichen Austausch gibt es seit Januar 2024. Während des Semesters sprechen wir jeweils am letzten Montagabend des Monats in der Privatbibliothek Wolf in lockerer Form bei Tee und Gebäck über Gelesenes. Im Januar 2025 diskutierten wir über Christa Wolfs Erzählung Kassandra und im Febuar über die dritte Vorlesung dazu. Im März/ April lasen wir die posthum publizierte Erzählung Nachruf auf Lebende. Die Flucht, im Mai ihre frühe Erzählung "Blickwechsel". Im Juni stand Uwe Johnsons Essay: "Versuch, eine Mentaliät zu erklären" (1970) im Mittelpunkt. Im Oktober 2025 widmeten wir uns Regina Scheers Roman "Gott wohnt im Wedding" (2019); im November 2025 sprachen wir (auf den Spuren Gerhard Wolfs) über Nachlass-Erzählungen von Johannes Bobrowski. Im Februar griffen wir den "page 99-Test" des Literaturmagazins "Tell"  https://tell-review.de/ auf. Jede stellte einen individuell ausgewählten Prosatext anhand der Seite 99 vor.

Ausstellung Malte Heins zu Christa Wolfs "Kassandra" (21.3.-18.4.2026)

21. März 2026 18:00 Uhr |Galerie "Fantom" Berlin, Hektorstraße 9/10: Vernissage

26. März 2026 18:30 Uhr | Galerie Fantom: "Bilderspaziergang"

Christa Wolfs Erzählung ins Verhältnis gesetzt zu Malte Heins Bildern - mit Kathleen Morgeneyer, Schauspielerin am BE  

18.4. 2026 18:00 Uhr| Galerie Fantom: Finissage

Malte Hein im Gespräch mit Alina Mohaupt, die über Christa Wolfs Recherchen zu ihrer Kassandra-Erzählung Auskunft gibt 

Geburtstagslesestunde zum 97. Geburtstag Christa Wolfs am 18. März 2026 

18. März 2026 18:00 Uhr | Christa Wolf-Raum (3. 543)

Seit 2024 findet bei uns jährlich am 18. März eine Lesestunde aus Anlass des Geburtstags Christa Wolfs statt. Wer möchte, trägt eine Passage aus dem Werk der Autorin vor. Aus der persönlichen Wahl ergibt sich eine überraschende Abfolge von Textbegegnungen und zugleich eine wache Gemeinschaft der lesend Agierenden. Wer was auswählt, das weckt die Neugier sowohl auf den literarischen Text als auch aufeinander. Wie klingt die Christa Wolf der Landschaftsbeschreibungen aus der im Jahr 2000 erschienenen Anthologie "Nuancen von Grün"? Wer spricht da, wenn wir die Autorin als Briefschreiberin an die verschiedensten Adressat:innen hören? Wie klingt die dreißigjährige Literaturkritikerin und wie die achtzigjährige Essayistin? Welche Sätze aus "Kassandra" bewegen uns im März 2024 und welche zwei Jahre später? Was für ein Stimmungsbild ergibt sich aus der Kette der vorgetragenen Textpassagen? Welche Bedürfnisse der Wolf-Leser:innen zeigen sich in dieser mitunter auch assoziativ und spontan erfolgenden Wahl? Die Lesestunde ist ein wunderbares Format der Begegnung. Jede:r ist willkommen.     

Am selben Tag finden an vielen Orten in- und außerhalb Deutschlands ähnlich würdigende Lesestunden statt. 

 

 

Vorlesung Birgit Dahlke: Medea. Literarische Adaptionen nach 1945 und nach 1989: Anna Seghers und Christa Wolf (und die Privatbibliothek Wolf)

5. Februar 2026 18:00 Uhr | Hörsaal 1.101, Dorotheenstraße 24

Vorlesung im Rahmen der Ring-VL MEDEA, organisiert vom Institut für klassische Philologie an der HU und dem Berliner Antike-Kolleg        

 

 

 

Highlights
Lange Nacht der Wissenschaften: Zwei öffentliche Führungen durch unsere Sammlung

28. Juni 2025, 17:00-21:00 Uhr |  Arbeits- und Forschungsstelle Privatbibliothek Christa und Gerhard Wolf an der HU (Dorotheenstraße 24, 3. 509, 3.543, 3.544)

LNdW Webbanner
Plakat Öffentliche Führung

Hölderlin-Bestand im GWR

 

 

 

Verleihung des zweiten Christa und Gerhard Wolf-Förderpreises

30. April 2025, 17:00 Uhr | Foyer vor der Arbeits- und Forschungsstelle Privatbibliothek Christa und Gerhard Wolf

Der mit 1.000 Euro dotierte Förderpreis wird alle zwei Jahre für eine herausragende Bachelor- oder Masterarbeit vergeben, die sich dem Werk und Wirken Christa oder Gerhard Wolfs widmet. 

Der Christa und Gerhard Wolf-Förderpreis des Jahres 2025 ging an Alina Mohaupt und Pauline Schubert. Pauline Schubert schrieb an der Universität Leipzig ihre Staatsexamensarbeit "Vom Sehendwerden und Sichtbarmachen. Das Primat der Visualität in Christa Wolfs Nachdenken über Christa T. und Kassandra" und Alina Mohaupt schrieb ihre BA-Arbeit an der HU: "Lesen und Schreiben. Lektürespuren zu Kassandra (1983) in Christa Wolfs Griechenland/ Antike-Sammlung".

Bewerbungen für den Förderpreis 2027: vom 1. August bis zum 1. Oktober 2026 

 

 


 

I. Über die Arbeitsstelle

 

Seit 2016 wird an der Arbeitsstelle die Privatbibliothek von Christa und Gerhard Wolf erkundet.

 

Christa und Gerhard Wolf & Geschichte der Arbeitsstelle
AG CW Andernorts Ergebnisse forschenden Lernens Mach mit!

 


 

II. Bibliothek & Sammlungen


Die Bibliothek der Wolfs ist eine lebendige Arbeitsbibliothek. Unsere Sammlung umfasst ca. 9000 Bände, darunter auch Lizenzausgaben, Vorlese- und ost- und westdeutsche Belegexemplare.

 

Sammlungsbestand & Forschung zur Privatbibliothek CGW
Katalog Exponate & Ausstellungen Fundstück

 


 

III. Lehre & Forschung


Verschiedene Formen forschenden Lernens bilden den Schwerpunkt unserer Arbeit. Ein Förderpreis prämiert herausragende studentische Abschlussarbeiten zu Christa und Gerhard Wolf. Im Netzwerk LIGD kooperieren jüngere Wissenschaftler:innen. Es trifft sich jährlich zum Sommer-Kolloquium.

 

 


 

IV. Aktuelles & Veranstaltungen


Die Privatbibliothek Wolf ist ein Ort lebendiger literarischer Begegnung. Der monatliche „Montagstee“ lädt zum lockeren Austausch über Gelesenes ein. Zur  jährlichen Geburtstagslesung am 18. März stellen Leser:innen persönlich bedeutsame Textpassagen aus dem  Werk Christa Wolfs vor.

 

 

 

Diese Webseite wurde im Frühjahr 2025 von unserem studentischen Mitarbeiter Jiasheng Yang in Zusammenarbeit mit Birgit Dahlke entwickelt.

 

 

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