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  • Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Institut für deutsche Literatur

    Berliner Repertorium


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    DFG-Projekt "Online-Repertorium der mittelalterlichen deutschen Übertragungen lateinischer Hymnen und Sequenzen (Berliner Repertorium)"

    Link zur Datenbank

    Das Berliner Repertorium recherchiert und erschließt systematisch die mittelalterlichen deutschen Übersetzungen lateinischer Hymnen, Sequenzen und Antiphonen und bereitet sie für die weitere Forschung auf.

    Die Systematik der frei zugänglichen Online-Datenbank orientiert sich an einem Dreischritt, der von den lateinischen Liedern zu den deutschen Übertragungen und weiter zu den Textzeugen führt, in denen die Übertragungen überliefert sind. Zugleich lässt sich die Datenbank ausgehend von den Handschriften erschließen. Eine systematische Suchfunktion bietet einen weiteren Zugang.

    Die Datenbank verzeichnet die ermittelten Textzeugen (Standort, Signatur, Blattangaben), beschreibt sie (Incipit, Explicit, Beitexte, Datierung, Beschreibstoff, Layout etc.) und ordnet sie den betreffenden Übersetzungen zu, die ihrerseits beschrieben (Formtyp, Charakteristika) und mit Forschungsbibliographien versehen werden. Auch Digitalisate der Textzeugen werden zur Verfügung gestellt.

    Das Repertorium bietet eine umfangreiche und vielgestaltige Forschungsgrundlage nicht nur für die mediävistische Literaturwissenschaft, sondern auch für Fragestellungen der kunst- und musikwissenschaftlichen, linguistischen, theologischen, historischen und mittellateinischen Forschung.

    Im Juli 2015 veranstaltete das Berliner Repertorium die erste interdisziplinäre Tagung "Maria in Hymnus und Sequenz". Der umfangreiche Tagungsband ist im Mai 2017 im Walter de Gruyter Verlag in der projekteigenen Reihe "Liturgie und Volkssprache" erschienen (Print und Open Access). Im Juli 2018 folgte die zweite Tagung zu geistlichen Liederdichter*innen des Mittelalters, auch hierzu wird bald ein Tagungsband erscheinen (Print und Open Access). Ein Sammelband mit Fallstudien zu deutschen Übertragungen von Hymnen, Sequenzen und Antiphonen ist im September 2019 erschienen. Für das Jahr 2021 ist eine Abschlusstagung zum Thema "Vom Hymnus zum Gebet" vorgesehen.

     

    Aktueller Arbeitsstand (Oktober 2019):

    Die Recherchen sind inzwischen abgeschlossen. Es wurden rund 400 lateinische Hymnen, Sequenzen und Antiphonen erfasst, davon sind bislang rund 210 publiziert und somit im Frontend sichtbar. Die restlichen 190 Hymnen werden sukzessive eingearbeitet (durchschnittlich 50 Hymnen pro Halbjahr). Der Schwerpunkt liegt auf den Hymnen und Sequenzen, doch werden auch einige exemplarische Antiphonen aufgenommen. Exemplarisch wurden auch einige Wiegendrucke und Drucke des 16. Jahrhunderts berücksichtigt, um die technischen und methodischen Rahmenbedingungen für deren künftige Erfassung bereitzustellen. Vor allem wurden die Auslegung der Hymnen (1494) und das Hymnar von Sigmundslust (1524) ausgewertet.

    Die komplexe, auf der Basis von OPUS und weiteren Software-Modulen beruhenden Architektur der Datenbank wurde in Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin, dem Kooperativen Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg und einem literaturwissenschaftlich versierten Informatiker entwickelt. Die Nachhaltigkeit ist aufgrund der institutionellen Partnerschaften gewährleistet.