Direkt zum InhaltDirekt zur SucheDirekt zur Navigation
▼ Zielgruppen ▼

Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Institut für deutsche Literatur

Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät | Institut für deutsche Literatur | Forschung | Archive und Forschungsstellen | Arbeits- und Forschungsstelle Privatbibliothek Christa und Gerhard Wolf

Arbeits- und Forschungsstelle Privatbibliothek Christa und Gerhard Wolf

Autorbibliothek und forschendes Lernen - Ausstellen und forschendes Lernen

 


 

Foto: Roger Melis; Vervielfältigung des Fotos ist nicht gestattet,
Nutzungsrechte am Foto können bei Herrn Mathias Bertram,
http://www.mathias-bertram.de/roger-melis.html, erworben werden

Geschichte

Ausgangspunkt der am 1. April 2016 gegründeten Arbeits- und Forschungsstelle ist die am 3. September 2015 erfolgte Schenkung der wertvollen und umfangreichen Privatbibliothek von Christa und Gerhard Wolf an die Humboldt-Universität. Die großzügige Schenkung verstehen wir als Verpflichtung, das Werk der Schriftstellerin Christa Wolf und des Verlegers, Herausgebers und Essayisten Gerhard Wolf lebendig zu halten und die Auseinandersetzung mit ihren Texten und ihrem öffentlichen Wirken weiterzuführen.
Die Arbeitsstelle initiiert Forschung, bündelt Lehrangebote und kooperiert insbesondere in ihrer Öffentlichkeitsarbeit mit der 2014 gegründeten Christa Wolf Gesellschaft (www.christa-wolf-gesellschaft.de).
 - Galerie der Privatbibliothek -

Wie im Falle der am Institut bereits seit 2000 verankerten und als Heiner Müller Archiv/ Transitraum philologisch-editorisch genutzten Privatbibliothek Heiner Müllers handelt es sich bei der ca. 330 Regalmeter Bücher und Zeitschriften umfassenden Arbeitsbibliothek der Wolfs um eine autobiographisch und zeithistorisch bedeutende Sammlung. Mit ihr wird nicht nur ein Dokument der intellektuellen Biographie zweier Autoren des 20. Jahrhunderts öffentlich zugänglich, sondern auch das Erbe zweier Philologen mit Bezug zur Universität. Nach und nach wird die Sammlung auch materiell in den neuen Räumen der Arbeitsstelle in der Dorotheenstraße 24, 3.509 und 3.544 zu finden sein. Seit Dezember 2016 werden Bücherkisten aus dem Woseriner Sommerhaus und dem Pankower Keller in die HU transportiert. Einen Eindruck von den Phasen des Umzugs der Bücher in die HU finden Sie hier: - Umzug aktuell -

Der Hauptbestand der Büchersammlung befindet sich natürlich nach wie vor in der Wohnung Gerhard Wolfs:

Regalfächer "Psychologie" im Arbeitszimmer Christa Wolfs. Foto: Birgit Dahlke

Foto: Ralf Klingelhöfer

 

Regalfächer Anna Seghers im Arbeitszimmer Christa Wolfs. Foto: Ralf Klingelhöfer

 

 

Foto: Ralf Klingelhöfer

 

Foto: Birgit Dahlke

 

 

 

Lesespuren Christa Wolfs in den Tagebüchern Thomas Manns. Aus meinem Vortrag vom November 2018: Lesespuren. Christa Wolf auf den Spuren des Exilanten Thomas Mann. Thomas Mann in der Privatbibliothek Christa Wolfs. Foto: Teresa Dahlke

 

 

 

 

Meilensteine

Im ersten Raum im Institut für deutsche Literatur ist seit Januar 2017 eine Ausstellung über Leben und Werk Christa Wolfs zu sehen, eine freundliche Dauerleihgabe des Kurt Tucholsky-Literaturmuseums in Rheinsberg und seines Leiters Dr. Peter Böthig. - Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung vom 1.2.2017 -

Schon der Einzug der ersten Bücherkisten löste eine Vielfalt an Entdeckungen und Gedankenspielen aus: - Fundstücke -
Ein kleiner Text-Bild-Katalog, im Juli 2017 erschienen, stellt die Begegnung mit den ersten Vorboten der umfassenden Bibliothek vor.

Foto: Anke Jaspers

 

Foto: Anke Jaspers

 

Foto: Anke Jaspers

 

 

 

 

 

 

 

Auf Initiative des damaligen Vorstandsmitglieds der Christa Wolf Gesellschaft Julia Ketterer, langjährige Lektorin im Suhrkamp Verlag, verfügt die Arbeitsstelle über eine mehr als 60 Bücher umfassende Sammlung internationaler Lizenzausgaben unterschiedlicher Werke Christa Wolfs in über 15 Sprachen.

Dank der Schenkung durch Gerhard Wolf sind seit Juni 2017 neun großformatige Blätter aus einer 1997 entstandenen Grafik-Mappe zu Christa Wolfs Prosatext Medea. Stimmen bei uns ausgestellt: Medea altera mit Arbeiten von Angela Hampel, Martin Hoffmann, Joachim John, Helge Leiberg, Gerda Lepke, Annette Peuker-Krisper, Nuria Quevedo, Helga Schröder und Günther Uecker (Format 56 x 42 cm).

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Stadt - Land - Buch und in Kooperation mit der Prenzlauer Berger Buchhandlung Die Insel (Greifswalder Straße 41) und der Christa Wolf Gesellschaft fand am 9. November 2017 die erste öffentliche Führung in der Dorotheenstraße 24, Raum 3.509 statt. In lockerer Form wurde der Inhalt erster Bücherkisten vorgestellt und kommentiert und von Studierenden der AG "Christa Wolf Andernorts" aktuelle Projekte angekündigt:

  Foto: Sonja Leinkauf

 

 

 

 

 

    

 

Ziele in Lehre und Forschung

Ziel der Arbeitsstelle ist es, das Werk von Christa und Gerhard Wolf lebendig zu halten, die Auseinandersetzung mit deren Texten, mit ihren Mentorschaften, deutsch-deutschen und internationalen Beziehungen und ihrem öffentlichem Wirken weiterzuführen und vor allem auch – gerade unter jüngeren Leuten - anzuregen. Darüber hinaus soll die Arbeitsstelle im Umfeld der Wolf-Bibliothek zur Plattform von über das Werk Wolfs hinausgehenden Forschungen zur Literatur im geteilten Deutschland werden.

 

AKTIVITÄTEN:

Zu den Aktivitäten der Arbeitsstelle gehören neben Seminaren mit Bezug auf das Werk der Wolfs seit Januar 2015 monatlich Lektüre-Treffen der studentischen Arbeitsgruppe „Christa Wolf Andernorts

März 2015 Gründungsmitglieder der AG beim Treff in der Theaterbuchhandlung "Einar & Bert", wir diskutierten eine Inszenierung des Romans "Der geteilte Himmel" an der Schaubühne    

 

 

mit dem Onlineauftritt „Christa Wolfs Berlin" auf einem eigenen Blog (http://christawolf.berlin)...

Lesung mit Regina Scheer in Kooperation mit der Buchhandlung "Die Insel"

 

 

 

... die öffentliche Veranstaltungsreihe "Die Arbeits- und Forschungsstelle Privatbibliothek Wolf lädt ein"

und der Aufbau des Netzwerks Literatur im geteilten Deutschland (Website des Netzwerks; koordiniert von Dr. Anke Jaspers (Universität Graz) und Dr. Kathrin Sandhöfer-Klesen (Universität Freiburg); ligd-german@hu-berlin.de). Jeweils im Juli findet ein Sommerkolloquium statt:

Foto: Daria Kolesova

 

Auftaktworkshop war am 15. Juli 2016, zweiter Workshop am 14. Juli 2017, dritter am 19. und 20. Juli 2018 und vierter internationaler Sommerworkshop mit dem methodischen Schwerpunkt "Arbeit mit Quellen" am 11. und 12. Juli 2019. In diesem Rahmen hielt Dr. habil Anne Peiter (Universität La Réunion) am 11. Juli um 19 Uhr den öffentlichen Vortrag: "Vom close reading zum closest reading. Überlegungen zum unverhältnismäßigen Umgang mit Quellen". Das diesjährige Treffen mit dem Schwerpunkt Literatur im geteilten Deutschland heute (im In- und Ausland) lehren, das für den 16. und 17. Juli 2020 geplant war, muss leider coronaviren-bedingt auf 2021 verschoben werden.

 

 

 

 

*CHRONIK der Aktivitäten der studentischen AG sowie unserer öffentlichen Veranstaltungsreihe “Die Arbeits- und Forschungsstelle Privatbibliothek Christa und Gerhard Wolf lädt ein“:

 

 

April 2015: wir diskutieren den ersten Teil der filmischen Dokumentation zur Geschichte der Privatbibliothek (Kamera, Schnitt, Montage Ralf Klingelhöfer)  

 

Juni 2015 (noch im Heiner Müller-Transitraum): Gerhard Wolf erzählte von der "Wende-Gründung" seines bibliophilen Verlags JanusPress 1990

 

Foto: Marina Brafa


Juli 2015: wir sehen uns den ersten Teil der Dokumentation zur Geschichte der Privatbibliothek (Ralf Klingelhöfer) an

 

Oktober 2015: einige AG-Mitglieder fahren mit der CWG in den heute polnischen Geburtsort Christa Wolfs Gorzow zur Einweihung eines Denkmals für CW, AG-Mitglied Melina Milz hält einen Vortrag auf dem dt.-polnischen Kolloquium in der Bibliothek der Stadt

 

November 2015: wir organisieren innerhalb der fakultätsoffenen "Salonlektüren" den Abend zu Medea Stimmen  

 

Dezember 2015: wir sehen uns die rekonstruierte Fassung des um 1965 verbotenen Spielfilms "Fräulein Schmetterling" nach dem Drehbuch der Wolfs im Deutschen Historischen Museum an 

 

Dezember 2015: einige AG-Mitglieder besuchen Gerhard Wolf, um ein kollabiertes Bücherregal in seinem Arbeitszimmer wieder einzuräumen

 

Dezember 2015 und Februar 2016: wir besuchten und befragten den Literaturfotografen Gerald Zörner (gezett) zu Aspekten der von ihm im Bildarchiv der Literaturwerkstatt Pankow  dokumentierten Geschichte des Christa Wolf-Gesprächskreises ab 1989  

 

Januar 2016: Gabriele Heinz (Schauspielerin am Deutschen Theater Berlin) liest ihre Fassung von Medea Stimmen

 

Mai und Juni 2016: "Leseschule Kindheitmuster" mit der Doktorandin Ira Fiona Hennerkes


April 2016: Jan Faktor liest aus seinem 2006 erschienenen Roman Schornstein

 

September 2016: Anke Jaspers und Doreen Mildner verzeichnen den Bestand der Regale im Souterrain der Pankower Wohnung Gerhard Wolfs

 

November 2016: Ralf Klingelhöfer fährt mit mir nach Woserin. Wir dokumentieren den Bücherbestand in den Arbeitszimmern der Wolfs und transportieren erste Bücherkisten aus Nebenräumen des Sommerhauses

 

November 2016: die britische Biographieforscherin Prof. Dr. Chris Weedon stellt ihr Interviewprojekt zu 1989 vor

 

Januar 2017: Mitglieder der AG holen mit Ralf Klingelhöfer und mir weitere Woseriner Bücherkisten von Gerhard Wolf ab 

 

Januar 2017: Dr. Anne Peiter, Literaturwissenschaftlerin der Universität Réunion begibt sich während ihres DAAD-Aufenthalts auf Entdeckungsreise in unserem ersten Bestand (Ergebnsi ist der Essay "Schnitzeljagden im Dunkel" in der ersten Broschüre der A-Stelle (vgl. den Link "Fundstücke" oben)

 

Februar 2017: fachliche Beratung mit der Leiterin der Bibliothek der Akademie der Künste 

 

Februar 2017: wir diskutieren die innere Verwandtschaft zwischen Nachdenken über Christa T. (1968) und dem Bestseller ihrer Nachdichterin Anita Raja/Elena Ferrante Meine geniale Freundin (dt. 2016) 

 

Mai 2017: wir diskutieren mit Sabine Wolf, Archivarin und Herausgeberin des Briefbandes Man steht sehr bequem zwischen allen Fronten (2016) den Arbeitsprozess der Auswahl und Edition des Bandes

 

Juni 2017: Film-Interview mit Gerhard Wolf zu Bobrowski

 

Juni 2017: Textdiskussion von Briefen aus dem Band von 2016

 

Oktober 2017: Transport weiterer Umzugskisten  

 

Oktober 2017: Textdiskussion von Briefen aus dem Band von 2016, es entsteht die Idee eines Lese-Flashmobs in der Berliner S-Bahn

 

November 2017: Umzug der JanusPress-Kisten aus dem Pankower Souterrain

 

Dezember 2017: erste konzeptionelle Überlegungen zu einer CW-Ausstellung/ Vorbereitung der Textauswahl für den Flashmob

 

Januar 2018: wir diskutieren Christa Wolf - Lew Kopelew. Sehnsucht nach Menschlichkeit. Der Briefwechsel 1969-1997 (Steidl 2017) mit der Herausgeberin Dr. Tanja Walenski

 

Februar 2018: die langjährige Aufbau-Verlags-Lektorin Angela Drescher. Doreen Mildner befragt sie nach Erfahrungen im Verlag, zu Praxen der Begutachtung und Zensur und zu Publikationsgeschichten von ihr betreuter Buchprojekte, darunter vieler Christa Wolfs.

 

Februar 2018: Interview mit Gerhard Wolf zur Geschichte seiner nicht realisierten Anthologie der Lyrik im Exil  


Februar 2018: Dr. Christoph Joseph Ahlers, Sexualwissenschaftler und klinischer Sexualpsychologe, seit zwanzig Jahren an der Charité und in eigener Praxis für Paarberatung und Sexualtherapie tätig stellt sein Buch Himmel auf Erden und Hölle im Kopf. Was Sexualität für uns bedeutet (2015) vor - Veranstaltung zusammen mit dem Seminar "Mutter- und Vatertexte der Gegenwart"  

 

April 2018: Annette Simon, Psychoanalytikerin und Tochter Christa und Gerhard Wolfs, stellt ihren einflussreichen Essayband Bleiben will ich, wo ich nie gewesen bin. Versuch über ostdeutsche Identitäten (2009) vor.  - Mit der Buchhandlung "Die Insel"

  Foto: Sonja Leinkauf

 

 

Mai 2018: Stadtspaziergang auf den Spuren Christa Wolfs -  in fünf Stationen nach dem von Mitgliedern der studentischen AG „CW Andernorts“ erarbeiteten Plan auf dem AG-Blog. Mit Interessierten der Buchhandlung "Die Insel“

 

Foto: Marina Brafa

 

 

 

Mai 2018: die Musikerin und Musikwissenschaftlerin Dr. Katrin von Briceno, Universidad de las Artes/UNEARTE - Música, Caracas - Venezuela stellt volksmusikalische Traditionen vor


Juni 2018: DEFA-Film Eulenspiegel (1974 nach dem Drehbuch der Wolfs) mit Eulenspiegel-Seminar Scheuer/Dahlke

 

Juli 2018: Ira Hennerkes, Doktorandin am Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg, stellt den Briefwechsel zwischen Christa Wolf und der als Jüdin 1933 ins Exil getriebenen Ärztin und Psychologin Charlotte Wolff 1983 bis 1986 vor.

 

Juli 2018: Dr. Petra Hardt spricht über ihre jahrzehntelange Arbeit als Leiterin der Abteilung Rechte und Lizenzen im Suhrkamp-Verlag (auch das Werk CWs betreuend) und 2017-2019 Mitglied im Vorstand der Christa Wolf Gesellschaft

 

September 2018: „Schätze heben“. Vorstellung der Arbeitsstelle für die Genderbibliothek des Zentrums für Transdisziplinäre Geschlechterstudien aus Anlass des Starts des Digitalen Deutschen Frauenarchivs in der Staatsbibliothek

 

September 2018: Umzug weiterer Woserin-Kisten aus dem Arbeitszimmer Christa Wolfs

 

Oktober 2018: Zweiter Stadtspaziergang "Berlin auf den Spuren Christa Wolfs"
Mit Emma Ulrich, Daria Kolesova, Katharina Hackl und  Marina Brafa von der studentischen AG "Christa Wolf Andernorts" an der HU. In Kooperation mit der Buchhandlung Die Insel

 

Foto: Marina Brafa

 

 

 

Oktober 2018: Unter der Rubrik "Vierte Generation Ost" ist Paula Fürstenberg, Master-Studentin der neueren deutschen Literatur und Autorin des Romans Familie der geflügelten Tiger (2016, Taschenbuch 2018) zu Gast. Ihr Essay über die Perspektive ihrer Generation auf die Geschichte der DDR bildete den Ausgangspunkt für eine Diskussion vor allem Jüngerer. Auf Zeitonline vom 27. September 2018 ist ein interessanter Essay zu ihrer Lektüre von Christa Wolfs Ein Tag im Jahr zu lesen:
https://www.zeit.de/freitext/2018/09/27/christa-wolf-27-september/ 

 

 

November 2018: Lesung mit der Autorin Kerstin Hensel, moderiert von Dr. Ernest Schonfield (Universität Glasgow)

 

Januar 2019: Marlene und Dr. Anselm Hartinger geben Auskunft über ihre Sicht auf die Biographie ihrer Eltern, des Germanistenehepaars Hartinger. Welche biographischen Schlüsselerlebnisse gingen in deren Berufsverständnis ein? Wie politisch war ihre sich verändernde wissenschaftliche Perspektive? Wie kam es zur freundschaftlichen Nähe zwischen Literaturwissenschaftler_innen und Autor_innen in der DDR?

 

Februar 2019: Werkstatt-Lesung aus Medea. Stimmen mit der Theatermacherin Stephanie Manz

 

April 2019: Die Studentinnen Emma Ulrich und Daria Kolesova stellen ihre wissenschaftlichen Abschlussarbeiten im Umfeld der Arbeitsstelle vor (in Koop. mit Praxismodul)

  Foto: Ralf Klingelhöfer

 

 

Juni 2019: Alex Brown, University of Birmingham, Stipendiat der
Stiftung des Berliner Abgeordnetenhauses und Gast der Arbeitsstelle, spricht unter dem Titel "Bertolt Brecht: Marxist Poet Laureate or Dissident Intellectual?" über die Geschichte der Oppositionsbewegungen in der DDR und deren Historisierung nach 1990


Juni 2019: im Pergamonpalais stellen die Studentinnen Katharina Hackl, Elisa von Hof und Marina Brafa ihre wissenschaftlichen Studien im Umfeld der Arbeitsstelle vor (in Koop. mit Praxismodul und als zweiter Teil der neuen Reihe: Bachelor- und Masterarbeiten in der Diskussion)

 

November 2019: dritter Christa Wolf-Stadtspaziergang für Teilnehmerinnen einer Bildungsreise der BTU Cottbus-Senftenberg, Fakultät für Architektur, Bauingenieurwesen und Stadtplanung, Fachgebiet Regionalplanung

 

November 2019: Lesung mit Steffen Mensching aus seinem 2018 erschienenen Roman Schermanns Augen

 

Februar 2020: Buchvorstellung und Lesung aus dem gerade erschienenen Porträt:
Birgit Dahlke: Christa Wolf (1929-2011). Antifaschistin - Humanistin - Sozialistin. Würzburg: Königshausen & Neumann 2019. Moderation: Sieglinde Geisel, Kulturjournalistin und Gründerin des Magazins für Literatur und Zeitgenossenschaft Tell

 

Unsere Veranstaltungsreihe ist öffentlich, ein Newsletter informiert vierteljährlich über Details. Wenn Sie den Newsletter erhalten wollen oder außerhalb der Veranstaltungen die Arbeitsstelle besuchen möchten, verabreden Sie bitte einen Termin mit unserer studentischen Mitarbeiterin Emma Charlott Ulrich: Ulrichch@hu-berlin.de   

 

 

 

 

 

WEITERE PROJEKTE

* Eine weitere Dimension der internationalen Arbeit besteht im Aufbau von langfristigen wissenschaftlichen Kooperationsbeziehungen. Nach der Realisierung eines eigenen Panels der Christa-Wolf-Gesellschaft (mit Julia Hell, University of Michigan) auf der Jahrestagung der German Studies Association (GSA) in Washington DC im Oktober 2015 verantwortete ich im September 2016 in Kooperation mit Georgina Paul (St Hilda's College, Oxford) ein Christa-Wolf-Panel auf der Jahrestagung der britischen German Studies (AGS) in Newcastle.

 

Ein neues internationales Forschungs-Projekt "Literature and Material Culture: Archive, Library, Museum" im Rahmen der Forschungskooperation Oxford-Berlin wird unter der Leitung von Prof. Dr. Georgina Paul (Oxford) und Prof. Dr. Ulrike Vedder (Dekanin an der HU) realisiert. Weitere Partner_innen: das Oxford Kafka Research Centre (Prof. Dr. Ritchie Robertson), das Heiner Müller Archiv (Dr. Kristin Schulz), das Brecht-und Benjamin-Archiv (Dr. Erdmut Wizisla), Prof. Müller-Tamm (Direktorin der Friedrich-Schlegel-Graduierten-Schule an der FU Berlin), Prof. Dr. Karen Leeder, Oxford und Arbeits- und Forschungsstelle Privatbibliothek Wolf. Im September und November 2019 fanden dreitägige wissenschaftliche Workshops zu den Themen Autorbibliothek und Sammlung, literarisches Archiv und Ausstellung von Literatur in Berlin und Oxford statt.

 

* Einen wichtigen Schwerpunkt der wissenschaftlichen Auseinandersetzung im Rahmen der Arbeitsstelle bilden verschiedene Formen forschenden Lernens. So entstehen seit dem Frühjahr 2016 wissenschaftliche Arbeiten Studierender unterschiedlicher Fächer:

Max Böhner rekonstruierte in seiner BA-Arbeit den von 1971 bis 2011 andauernden Briefwechsel Christa Wolfs mit dem westdeutschen Psychotherapeuten und Professor für Psychiatrie Hans Stoffels; Katharina Hackl und Elisa von Hof erarbeiteten am Institut für Geschichtswissenschaften bereits zwei Seminararbeiten zur Geschichte des Pankower Christa Wolf-Gesprächskreises 1991 bis 2004. Christhin Krage und Justus Hoffmeier erarbeiteten eine kulturwissenschaftliche Präsentation zur Wolf-Bibliothek als (verteiltes) Objekt; Emma Charlott Ulrich rekonstruierte in ihrer für den Humboldtpreis nominierten BA-Arbeit die Geschichte der von Gerhard Wolf 1968 konzipierten und nie realisierten Anthologie „Exil - Deutsche Lyrik in der Emigration" im Aufbauverlag.

Einlagen in Bänden der Exilliteratur aus Woseriner "Kellerkisten". Foto: Anke Jaspers

 

Foto Anke Jaspers

 

Marina Brafa schrieb ihre Master-Arbeit über das aus Zensurgründen abgebrochene Spielfilmprojekt "Fräulein Schmetterling". Daria Kolesova untersuchte den Umgang mit dem Thema Selbstzensur im Briefwechsel Christa Wolfs mit Efim Etkind, Raissa Kopelewa und Lew Kopelew. Sophie Meiners widmete ihre an der Freien Universität eingereichte Bachelorarbeit Christa Wolf als Leserin des Ethnopsychoanalytikers Paul Parins. Amanda Stewart verteidigte 2019 ihre im Rückgriff auf den von ihr während eines Praktikums detailliert verzeichneten "Woserin-Bestand" der Privatbibliothek sowie auf Materialien des Wolf-Archivs der Akademie der Künste Berlin entstandene Master Thesis "Christa Wolf as a Philosopher of Science. Reframing Wolf’s Representation of Science using Material Culture" an der University of Oxford. (Auszüge aus der Studie finden Sie in unserem neuen Archiv: Ergebnisse forschenden Lernens: Amanda Stewart 2019.)  Ronja Dierks verzeichnete in einem zweimonatigen Praktikum einen Teilbestand des Pankower Arbeitszimmers Christa Wolfs. Aktuell beschäftigt sich Gesche Beyer in ihrer Masterarbeit mit der Bedeutung des Gartens in der Prosa Christa Wolfs.

* Seit April 2018 erarbeitete eine Gruppe von 15 Studierenden Banner zu der von der Christa Wolf Gesellschaft initiierten AUSSTELLUNG "NEU CHRISTA WOLF LESEN", die zum 90. Geburtstag der Autorin am 18. März 2019 im Berliner Literaturhaus Fasanenstraße der Öffentlichkeit präsentiert wurde. In Kooperation mit dem Grafiker Martin Hoffmann und unter meiner redaktionellen Leitung entstanden 14 Ausstellungsbanner (in der Größe 200 mal 85cm).

 

erste Schritte der Arbeit an einem der Banner

Foto: Marina Brafa

 

 

nächste Runde der Arbeit an der Textauswahl Foto: Birgit Dahlke

Foto: Birgit Dahlke

 

Foto: Hania Siebenpfeiffer

mehrtägiger Ausstellungs-Workshop mit Martin Hoffmann während der Semesterferien im September 2018

 

 

Die über ein Jahr laufende Projektarbeit an den thematischen Bannern erfolgte zum Teil in Zusammenhang mit verschiedenen Lehrveranstaltungen, aber auch außerhalb des regulären Uni-Alltags.

 

 

 

 

    Foto: Daria Kolesova

Martin Hoffmann und einige Student_innen des Ausstellungsteams während des zweiten mehrtägigen Workshops in den Semesterferien im Februar 2019 in der Pankower Wohnung Gerhard Wolfs. Die unmittelbare Nähe des Schreibtischs im Arbeitszimmer Christa Wolfs, persönliche Fotos und Gegenstände und ihre Bücher inspirierten die Studierenden natürlich besonders. 

 

Während ihres Erasmus-Aufenthalts als Gastwissenschaftlerin an der Arbeits- und Forschungsstelle Privatbibliothek Wolf im Mai 2018 beteiligte sich auch Dr. Anne Peiter von der Universität Rèunion begeistert an der Entwicklung der Ausstellungskonzeption.       

 

Zum Konzept:

Die dynamische Form der als Wander-Ausstellung angelegten Banner konzentriert sich bewusst darauf, die bekannte Autorin auf unerwarteten Wegen über ihre poetische Sprache, originäre Erzählweise und innovative Themensetzung vorzustellen, statt wie in vielen früheren Ausstellungen über ihre Biographie. In den Bannern werden überraschende Perspektiven auf eine vielfältige Literatur aus mehr als 50 Jahren ermöglicht. Die grafische Anordnung vermeidet Hierarchien und bietet stattdessen Anschlüsse sowohl für Eingeweihte als auch für Neulinge - vor allem Jüngeren will sie Zugänge zu einer komplexen Ästhetik ermöglichen.      

Die Banner (sogenannte Roll-Ups) können frei im Raum stehen und in wechselnder Reihung aufgestellt werden. Jedes präsentiert einen thematischen Schwerpunkt: „Christa Wolf in ihren Briefen“, „Christa Wolf international“, „Christa Wolfs ‚Moskau‘“, „Seite 90 zum 90.“, „Christa Wolf und der Film“, „Erste Sätze im Prosawerk Christa Wolfs“, „Der 27. September“, „Lesarten Ost und West“, „Medeas Stimmen“, „Kindheitsmuster als Text-Gewebe“, „Wer hörte Kassandra?“ und „Lesespuren“. Damit gibt es nicht nur Banner, die sich einzelnen Werken widmen, sondern auch intertextuell-übergreifende, welche überraschende Einsichten bieten: Was zeigt sich, wenn man jeweils einen Auszug aus Seite 90 eines Prosatexts zu einem Gesamttext zusammenstellt? Welche Vielfalt an „Stimmen“ ergibt der Blick auf die Briefschreiberin, die sich diversen Adressat_innen zuwendet? Wie veränderte sich Christa Wolfs Blick auf die Sowjetunion? Was ist so aufregend an einem ersten Satz? Warum braucht es mitunter 35 Anfänge, um einen Erzählgestus zu finden? Welche Lektüren finden in welchem Zusammenhang Erwähnung? Lassen sich Schlüsselworte in den über fünf Jahrzehnte reichenden Tagebucheinträgen zum 27. September entdecken? Unterscheiden sich westdeutsche und ostdeutsche Lesarten tatsächlich? Welche DEFA-Filme nach einem Drehbuch der Wolfs sind uns aufgrund der früh erfahrenen Zensur verloren gegangen? Wie liest sich der Buchtitel Kein Ort. Nirgends in 30 unterschiedlichen Sprachen und vor allem Schriften? Welche literarischen Formate fand die Autorin für sie lebenslang interessierende Gegenstände?    
Die Banner zeigen nicht einfach Werkausschnitte, sie spielen mit der Spannung zwischen Schrift und nichthierarchischer grafischer Anordnung und generieren durch unerwartete Zuordnung originäre Textfelder. Das Publikum wird Teil des Spiels: Wo jemand zu lesen und zu sehen beginnt, ist nicht vorgegeben. Einfache Orientierung wird gezielt unterlaufen und durch Ermutigung zu „wilder“ Lektüre abgelöst. Die Besucher_innen können von unten nach oben, von rechts nach links, diagonal oder quer lesen und wahrnehmen. Unerwartete Montagen und Kontraste führen zu Re-Kontextualisierungen, werfen Fragen nach Poesie und Geschichte, nach dem individuellen ästhetischen Weg Christa Wolfs auf. In einem Leporello-Beiheft zur Ausstellung, erarbeitet von Dr. Peter Böthig, finden Interessierte Informationen über das Leben der Autorin, in deutscher und englischer Sprache. 

Die Ausstellung wird jeweils von Lesungen, z.B. von der von Marina Brafa, Emma Charlott Ulrich, Daria Kolesova und Katharina Hackl erarbeiteten szenischen Textcollage "Und die Literatur?" und von öffentlichen Diskussionen begleitet.

  

 

Hier der Link zur Website des Grafikers Martin Hoffmann, auf der Sie sich die Ausstellungsbanner ansehen können:

Ansicht Ausstellung

 

IN BERLIN war bzw. ist die Ausstellung zu sehen:

1. Vom 18. bis zum 27. März 2019 im Literaturhaus Fasanenstraße

festliche Ausstellungs-Eröffnung pünktlich zum 90. Geburtstag Christa Wolfs am 18. März 2019 im Literaturhaus Fasanenstraße - hier zu sehen ist ein Teil des siebzehnköpfigen Ausstellungsteams mit Gerhard Wolf, Katrin Wolf und weiteren Angehörigen der Familie Wolf

Foto: Jan Fischer

 

 

 

2. Seit dem 11. Juni 2019 bis heute sind alle 14 Banner in der Arbeitsstelle Privatbibliothek Wolf, Dorotheenstraße 24, Haus 3, 5. Etage im Foyer vor Raum 3.509 zu sehen

 

  Foto: Ralf Klingelhöfer

 

ein Teil des Ausstellungsteams während der Vorstellung der Ausstellung an der HU (im Foyer des Instituts für deutsche Literatur) im März 2019

   Foto: Ralf Klingelhöfer

  Foto: Ralf Klingelhöfer

 

 

Foto: Ralf Klingelhöfer

 

Foto: Ralf Klingelhöfer

 

 

 

3. Vom 13. mit Vernissage bis 26. Mai 2019 mit Finissage in der Lettrètage Berlin Kreuzberg (Mehringdamm 61)

4. Vom 18. Juni bis 5. Juli 2019 im Atrium des Pergamonpalais im Universitätsgebäude Georgenstraße 47 (mit einer Abendveranstaltung am 25. Juni um 18 Uhr, auf der zwei studentische Projekte vorgestellt werden: Katharina Hackers und Elisa von Hofs Studie zur Rekonstruktion der Geschichte des Gesprächskreises Christa Wolfs von 1989 bis 2004 und Marina Brafas Masterarbeit zu Christa und Gerhard Wolfs be- und verhinderten Filmprojekten.) 

Foto: Sonja Leinkauf

 

 

5. Zur Langen Nacht der Wissenschaften an der HU am 15. Juni 2019 von 17 bis 22 Uhr im Foyer vor der Arbeitsstelle Privatbibliothek

6. Vom 15. Oktober bis 4. November 2019 im Foyer des Berliner Jacob- und Wilhelm Grimm-Zentrums

7. Ab 5. Dezember 2019 in der Luxemburgstiftung Berlin (Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin). Ausstellungseröffnung am 5.12. 2019 mit Einführung ...

Foto: Ralf Klingelhöfer
 

...und Lesung aus Christa Wolf. Antifaschistin. Humanistin. Sozialistin (2019 im Verlag Königshausen & Neumann)

Foto: Ralf Klingelhöfer

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier:http://www.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/6NH2R/neu-christa-wolf-lesen/

 

 

AUSSERHALB Berlins:

* Im Oktober 2019 in der Sächsischen Landesbibliothek Dresden,

* im November 2019 in der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt in Wittenberg Zum Programm der Tagung

Mitglieder des Ausstellungsteams mit PD Dr. Eva Harasta, Studienleiterin der Evangelischen Akademie Wittenberg, Ruth Misselwitz (Pfarrerin a.D. und Mitglied im Vorstand der Christa Wolf Gesellschaft, Sonja Leinkauf (Mitglied im Vorstand der CWG), Prof. Dr. Astrid Köhler (Queen Mary University London) und Autorin Paula Fürstenberg im November 2019 in Wittenberg

 

 

* In Planung:

Die Böllstiftung Hessen, das Literaturhaus Leipzig und die Kulturwerkstatt "Klassmo" in Luckenwalde haben ihr Interesse bekundet.

 

Die Ausstellung sowie die sie begleitenden Veranstaltungen wurden gefördert von der Christa Wolf Gesellschaft, der Arbeitsgemeinschaft literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Suhrkamp Verlag, der HU Berlin, der DEFA-Stiftung und der Lottostiftung.

 

Bei Interesse, die 14 Banner bei Ihnen zu zeigen, wenden Sie sich bitte an unsere studentische Mitarbeiterin Daria Kolesva: neuchristawolflesen@gmail.com

Wir verleihen gern an interessierte Bibliotheken, Schulen, Universitäten, Galerien, Literaturhäuser, Theater, Goethe-Institute und ähnliche institutionelle Partner. 

 

 

 

 

GÄSTE

* Im Oktober und November 2018 war Dr. Ernest Schonfield (Universität Glasgow) zu einem vom DAAD finanzierten Forschungsaufenthalt bei uns.

 

Im Rahmen der Joint PhD applications mit dem King's College London schreibt Yejun Zou, betreut von Dr. Catherine Smale (London) und PD Dr. Birgit Dahlke, die Dissertation „Socialist Feminism: Comparative Studies of The Work of Christa Wolf and Ding Ling”.

 

DOKUMENTATION

* In Zusammenarbeit mit dem Kameramann Ralf Klingelhöfer (www.ralf-klingelhoefer.de) entstand eine bislang vierteilige filmische Interview-Dokumentation, worin Gespräche mit Gerhard Wolf zu sehen sind. Vor den Regalen seines Arbeitszimmers sowie denjenigen im Arbeitszimmer Christa Wolfs spricht Gerhard Wolf anhand von Beispielen über die Geschichte einzelner Exemplare und Sammlungsschwerpunkte, erklärt Hintergründe von Widmungen und erläutert Anstreichungen und Einlagen in Büchern. Natürlich kommt dabei stetig seine Arbeit als Verleger, Essayist und Lektor zur Sprache.

Mit Prof. Dr. Jörn Kreutel (Beuth-Hochschule Berlin) wird die  Entwicklung einer Anwendung zur Erschließung und Zusammenführung von verschlagwortetem Multimedia-Content“ (Verschlagwortung des Filmmaterials der Interviews und Zuordnung zu den verschiedenen Werken der Privatibliothek) angestrebt.

 

 

 

Zwei großformatige Fotografien der Wolfs und ihrer Bibliothek von Roger Melis, eine von Peter Böthig erarbeitete Ausstellung zu Leben und Werk Christa Wolfs als ständige Leihgabe des Kurt Tucholsky Literaturmuseums Rheinsberg und eine Ausstellung der von Gerhard Wolf geschenkten zu MedeaStimmen entstandenen Grafiken wecken immer neu das Interesse der Studierenden und Besucher_innen. Zu unserem Bestand kamen der Buchbestand des Woseriner Arbeitszimmers CWs, die CW-Werkausgabe, sämtliche West- und Ost-Erstausgaben und weitere Lizenzausgaben hinzu.    

Im September 2018 wurde die Privatbibliothek offiziell in die zentralen Sammlungen der HU aufgenommen. Auf dem Sammlungsportal der HU werden einzelne Exponate der Privatbibliothek vorgestellt und kleine Einblicke vor allem in die mit der Arbeitsstelle verbundenen studentischen Aktivitäten gegeben:

http://www.sammlungen.hu-berlin.de/sammlungen/privatbibliothek-christa-und-gerhard-wolf/

 

Im "Sammlungsschaufenster" der HU in der Bibliothek des ehemaligen Tieranatomischen Theaters ist seit Oktober 2019 ein Objekt von uns zu sehen: ein Exemplar von Thomas Manns Roman Doktor Faustus mit (von mir kommentierten) Lesespuren Christa Wolfs. 

 

 

Seit September 2018 existiert ein ehrenamtlicher Beirat der Arbeits- und Forschungsstelle, dem ich jährlich Bericht erstatte. Im Dezember 2018 bestätigte der Institutsrat des Instituts für deutsche Literatur die Geschäftsordnung des Beirats und berief folgende Mitglieder: Dr. Constanze Baum (Institut für deutsche Literatur), Dr. Peter Böthig (Vorstandsmitglied der  Christa Wolf Gesellschaft/ Kurt Tucholsky Literaturmuseum), Annette Simon (für die Familie Wolf), Dr. Georgina Paul (St Hilda's College Oxford) und Prof. Dr. Steffen Martus (Institut für deutsche Literatur). 


 

NEUESTES STUDENTISCHES PROJEKT:

Von April 2019 bis Februar 2020 arbeiteten sechs Studentinnen mit mir an einem Exponat für die Eröffnungsausstellung "Humboldt Labor" der HU im Berliner Humboldt Forum. Unter dem Arbeitstitel "Poesie der Kritik" nehmen wir, ausgehend von Christa Wolfs Roman Störfall (1987) sowie ihren Frankfurter Vorlesungen zu Kassandra (1983) kritisch Stellung zu patriarchalen Zügen wissenschaftlicher Überlieferung.   

 

 

Foto: Birgit Dahlke

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 





Foto: © gezett

PD Dr. Birgit Dahlke
birgit.dahlke@rz.hu-berlin.de

Humboldt-Universität Berlin
Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät
Institut für deutsche Literatur
Dorotheenstraße 24
10099 Berlin
Tel.: 030/20939758 
Raum 3.544

Leiterin der Arbeits- und Forschungsstelle Privatbibliothek Christa und Gerhard Wolf an der HU

Mitglied im Vorstand der Christa Wolf Gesellschaft e.V.

 

 

Foto: Unterzeichnung der Schenkungsurkunde am 3. September 2015

 



 
Aktuelle und vergangene Veranstaltungen sowie
Termine in Presse und Rundfunk
der Arbeits- und Forschungsstelle anzeigen