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Arbeits- und Forschungsstelle Privatbibliothek Christa und Gerhard Wolf

Autor:innenbibliothek - Ausstellen und forschend lernen/ lernend forschen. Eine der wenigen öffentlich zugänglichen Paarbibliotheken der Gegenwart wird erkundet

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Foto: Roger Melis; Vervielfältigung des Fotos ist nicht gestattet,
Nutzungsrechte am Foto können bei Herrn Mathias Bertram,
http://www.mathias-bertram.de/roger-melis.html, erworben werden

 
AKTUELL

 

* Über Christa Wolf und ihre Erzählung "Kassandra", die in diesen Tagen von erschreckender Aktualität ist - ein Gespräch im Literatur-Podcast "Auf ein Buch" von Sebastian Aufdemkamp vom 23. Februar 2022:  

https://aufeinbuch-literaturpodcast.de/bonus-folge-interview-mit-dr-birgit-dahlke/

 

* laufend: offener Lesezirkel

In lockerer Runde reden wir über Texte, in diesem Semester über Christa Wolfs Nachlass-Erzählung "Nachruf auf Lebende. Die Flucht" (2014): Runde Nr. 1 am 12. Mai 18 Uhr und Runde Nr. 2 am 9. Juni um 17 Uhr in Raum 3.509. Interessierte sind herzlich willkommen.

 

* Neustart unserer Veranstaltungsreihe: Am 31. Mai 2022 Poesie-Konzert mit Zhenja Oks. In Odessa geboren und Student am Institut für deutsche Literatur, singt von ihm vertonte Poesie. Als Musiker schöpft Zhenja Oks aus Werken von Autor:innen verschiedenster kultureller Hintergründe und politischer Epochen. Wortstarke Vergessene stehen ebenso im Zentrum seiner Aufmerksamkeit wie bekannte Dichter:innen: Gertrud Kolmar, Hilde Marx, Ossip Mandelstam, Marina Zwetajewa. Das Programm "Poesie im Osten. Im Osten Poesie" steht in der osteuropäischen Tradition „gesungener Poesie“. Es erklingen vertonte Gedichte auf Jiddisch, Ukrainisch, Russisch und in anderen Sprachen mit deutscher Übersetzung. (Dorotheenstraße 24, im Raum 3.509, das ist im Haus 3, in der 5. Etage)
 

* Buchvorstellung am Donnerstag, dem 7. Juli 2022 um 18 Uhr. Dr. Sonia Combe stellt ihr Buch Loyal um jeden Preis. Linientreue Dissidenten im Sozialismus (Ch. Links Verlag Berlin 2022) vor.
Ort: Arbeits- und Forschungsstelle Privatbibliothek Christa und Gerhard Wolf, HU, Dorotheenstraße 24, Raum 3. 509 (Haus 3, 5. Etage)

Anna Seghers, Bertolt Brecht, Stefan Heym, Jürgen Kuczynski, Paul Dessau, Max Schroeder und viele andere wurden wegen ihrer jüdischen Herkunft oder wegen ihrer kommunistischen Überzeugung im „Dritten Reich“ verfolgt und mussten Deutschland verlassen. Nach dem Exil wählten sie die Sowjetische Besatzungszone bzw. die DDR als Lebens- und Arbeitsort. Konflikte zwischen „Westemigranten“ und jenen, die aus der Sowjetunion zurückkamen, prägten die Geschichte der DDR. Viele der Exilierten trafen auf Verdächtigungen und Misstrauen, dennoch äußerten sie ihre Kritik an den Verhältnissen in der DDR selten öffentlich. Prägten sie damit auch die Folgegeneration Christa Wolfs? Welchen Preis zahlten sie für ihre Loyalität?
Sonia Combe ist assoziierte Forscherin am Centre Marc Bloch, Berlin.

 

 

 

 

 

 

 

Geschichte

Ausgangspunkt der am 1. April 2016 gegründeten Arbeits- und Forschungsstelle ist die am 3. September 2015 erfolgte Schenkung der wertvollen und umfangreichen Privatbibliothek von Christa und Gerhard Wolf an die Humboldt-Universität. Die großzügige Schenkung verstehen wir als Verpflichtung, das Werk der Schriftstellerin Christa Wolf und des Verlegers, Herausgebers und Essayisten Gerhard Wolf lebendig zu halten und die Auseinandersetzung mit ihren Texten und ihrem öffentlichen Wirken weiterzuführen.
Die Arbeitsstelle initiiert Forschung, bündelt Lehrangebote und kooperiert insbesondere in ihrer Öffentlichkeitsarbeit mit der 2014 gegründeten Christa Wolf Gesellschaft (www.christa-wolf-gesellschaft.de).
 - Galerie der Privatbibliothek -

Wie im Falle der am Institut bereits seit 2000 verankerten und als Heiner Müller Archiv/ Transitraum philologisch-editorisch genutzten Privatbibliothek Heiner Müllers handelt es sich bei der ca. 330 Regalmeter Bücher und Zeitschriften umfassenden Arbeitsbibliothek der Wolfs um eine autobiographisch und zeithistorisch bedeutende Sammlung. Mit ihr wird nicht nur ein Dokument der intellektuellen Biographie zweier Autor:innen des 20. Jahrhunderts öffentlich zugänglich, sondern auch das Erbe zweier Philolog:innen mit Bezug zur Universität. Nach und nach wird die Sammlung auch materiell in den neuen Räumen der Arbeitsstelle in der Dorotheenstraße 24, 3.509 und 3.544 zu finden sein. Seit Dezember 2016 wurden kontinuierlich Bücherkisten aus dem Woseriner Sommerhaus und dem Pankower Souterrain in die HU transportiert. Abgrenzbare Teilbestände aus Christa Wolfs Woseriner Arbeitsbibliothek und die mehr als 900 Bände umfassende sogenannte "Wende-Sammlung" aus dem Souterrain wurden verzeichnet und der Nutzung zugänglich gemacht. Ein ganzes Regal enthält Belegexemplare und Kataloge des von Gerhard Wolf 1990 gegründeten bibliophilen Kleinverlags janus press.      

Einen Eindruck von den Phasen des Umzugs der Bücher in die HU finden Sie hier: - Umzug aktuell -

Der Hauptbestand der Büchersammlung befindet sich natürlich nach wie vor in der Wohnung Gerhard Wolfs:

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Regalfächer "Psychologie" im Arbeitszimmer Christa Wolfs. Foto: Birgit Dahlke

Widmung Paul Parin an die Wolfs.jpg Foto: Ralf Klingelhöfer

 

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Regalfächer Anna Seghers im Arbeitszimmer Christa Wolfs. Foto: Ralf Klingelhöfer

 

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Widmung Fred Wander.jpg Foto: Ralf Klingelhöfer

 

Sattler Brief an GW.jpg Foto: Birgit Dahlke

 

 

 

"Liebe gewichen" Lesespur CWs in Tagebüchern Thomas Manns.jpg

Lesespuren Christa Wolfs in den Tagebüchern Thomas Manns. Aus meinem Vortrag vom November 2018: Lesespuren. Christa Wolf auf den Spuren des Exilanten Thomas Mann. Thomas Mann in der Privatbibliothek Christa Wolfs. Foto: Teresa Dahlke

 

 

 

 

Meilensteine

Im ersten Raum im Institut für deutsche Literatur ist seit Januar 2017 eine Ausstellung über Leben und Werk Christa Wolfs zu sehen, eine freundliche Dauerleihgabe des Kurt Tucholsky-Literaturmuseums in Rheinsberg und seines Leiters Dr. Peter Böthig. - Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung vom 1.2.2017 -

Schon der Einzug der ersten Bücherkisten löste eine Vielfalt an Entdeckungen und Gedankenspielen aus: - Fundstücke -
Ein kleiner Text-Bild-Katalog, im Juli 2017 erschienen, stellt die Begegnung mit den ersten Vorboten der umfassenden Bibliothek vor.

Cover "verboten" .JPG Foto: Anke Jaspers

 

Exilbände Reihe 2.jpeg Foto: Anke Jaspers

 

Exilbände Reihe.jpeg Foto: Anke Jaspers

 

 

Auf Initiative des damaligen Vorstandsmitglieds der Christa Wolf Gesellschaft Julia Ketterer, langjährige Lektorin im Suhrkamp Verlag, verfügt die Arbeitsstelle über die oben erwähnte  inzwischen mehr als 100 Bücher umfassende Sammlung internationaler Lizenzausgaben unterschiedlicher Werke Christa Wolfs in über 15 Sprachen.

 

Dank der Schenkung durch Gerhard Wolf sind seit Juni 2017 neun großformatige Blätter aus einer 1997 entstandenen Grafik-Mappe zu Christa Wolfs Prosatext Medea. Stimmen bei uns ausgestellt: Medea altera mit Arbeiten von Angela Hampel, Martin Hoffmann, Joachim John, Helge Leiberg, Gerda Lepke, Annette Peuker-Krisper, Nuria Quevedo, Helga Schröder und Günther Uecker (Format 56 x 42 cm).

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Stadt - Land - Buch und in Kooperation mit der Prenzlauer Berger Buchhandlung Die Insel (Greifswalder Straße 41) und der Christa Wolf Gesellschaft fand am 9. November 2017 die erste öffentliche Führung in der Dorotheenstraße 24, Raum 3.509 statt. In lockerer Form wurde der Inhalt erster Bücherkisten vorgestellt und kommentiert und von Studierenden der AG "Christa Wolf Andernorts" aktuelle Projekte angekündigt:

Reihe 1. Veranstaltung November 2017 Bild b.jpg  Foto: Sonja Leinkauf

 

 

Ziele in Lehre und Forschung

Ziel der Arbeitsstelle ist es, das Werk von Christa und Gerhard Wolf lebendig zu halten, die Auseinandersetzung mit deren Texten, mit ihren Mentorschaften, deutsch-deutschen und internationalen Beziehungen und ihrem öffentlichem Wirken weiterzuführen und vor allem auch – gerade unter jüngeren Leuten - anzuregen. Darüber hinaus soll die Arbeitsstelle im Umfeld der Wolf-Bibliothek zur Plattform von über das Werk Wolfs hinausgehenden Forschungen zur Literatur im geteilten Deutschland werden.

 

AKTIVITÄTEN:

Zu den Aktivitäten der Arbeitsstelle gehören neben Seminaren mit Bezug auf das Werk der Wolfs seit Januar 2015 monatlich Lektüre-Treffen der studentischen Arbeitsgruppe „Christa Wolf Andernorts

AG Andernorts 3. Treff März 2015 2 .jpeg

März 2015 Gründungsmitglieder der AG beim Treff in der Theaterbuchhandlung "Einar & Bert", wir diskutierten eine Inszenierung des Romans "Der geteilte Himmel" an der Schaubühne    

 

 

mit dem Onlineauftritt „Christa Wolfs Berlin" auf einem eigenen Blog (http://christawolf.berlin)...

Regina Scheer lesung Insel Kopie.jpeg

Lesung mit Regina Scheer in Kooperation mit der Buchhandlung "Die Insel"

 

 

 

... die öffentliche Veranstaltungsreihe "Die Arbeits- und Forschungsstelle Privatbibliothek Wolf lädt ein" und das Netzwerk Literatur im geteilten Deutschland (Website des Netzwerks; koordiniert von Dr. Anke Jaspers (Universität Graz) und Dr. Kathrin Sandhöfer-Klesen (Universität Freiburg); ligd-german@hu-berlin.de). Jeweils im Juli findet ein Sommerkolloquium statt:

Sommerworkshop 3 Bild 5.jpg Foto: Daria Kolesova

 

Auftaktworkshop war am 15. Juli 2016, zweiter Workshop am 14. Juli 2017, dritter am 19. und 20. Juli 2018 und vierter internationaler Sommerworkshop mit dem methodischen Schwerpunkt "Arbeit mit Quellen" am 11. und 12. Juli 2019. In diesem Rahmen hielt Dr. habil Anne Peiter (Universität La Réunion) den öffentlichen Vortrag: "Vom close reading zum closest reading. Überlegungen zum unverhältnismäßigen Umgang mit Quellen". Die folgenden Treffen mit dem Schwerpunkt Literatur im geteilten Deutschland heute (im In- und Ausland) lehren, die für den 2020 und 2021 geplant waren, mussten corona-bedingt verschoben werden.

 

CHRONIK

unserer öffentlichen Veranstaltungsreihe “Die Arbeits- und Forschungsstelle Privatbibliothek Christa und Gerhard Wolf lädt ein“:

April 2015: wir diskutieren den ersten Teil der filmischen Dokumentation zur Geschichte der Privatbibliothek (Kamera, Schnitt, Montage Ralf Klingelhöfer)  

 

Juni 2015 (noch im Heiner Müller-Transitraum): Gerhard Wolf erzählte von der "Wende-Gründung" seines bibliophilen Verlags JanusPress 1990

 

GW zu Gast Juni 2015 4 .jpeg Foto: Marina Brafa


Juli 2015: wir sehen uns den ersten Teil der Dokumentation zur Geschichte der Privatbibliothek (Ralf Klingelhöfer) an

 

Oktober 2015: einige AG-Mitglieder fahren mit der CWG in den heute polnischen Geburtsort Christa Wolfs Gorzow zur Einweihung eines Denkmals für CW, AG-Mitglied Melina Milz hält einen Vortrag auf dem dt.-polnischen Kolloquium in der Bibliothek der Stadt

 

November 2015: wir organisieren innerhalb der fakultätsoffenen "Salonlektüren" den Abend zu Medea Stimmen  

 

Dezember 2015: wir sehen uns die rekonstruierte Fassung des um 1965 verbotenen Spielfilms "Fräulein Schmetterling" nach dem Drehbuch der Wolfs im Deutschen Historischen Museum an 

 

Dezember 2015: einige AG-Mitglieder besuchen Gerhard Wolf, um ein kollabiertes Bücherregal in seinem Arbeitszimmer wieder einzuräumen

 

Dezember 2015 und Februar 2016: wir besuchten und befragten den Literaturfotografen Gerald Zörner (gezett) zu Aspekten der von ihm im Bildarchiv der Literaturwerkstatt Pankow  dokumentierten Geschichte des Christa Wolf-Gesprächskreises ab 1989  

 

Januar 2016: Gabriele Heinz (Schauspielerin am Deutschen Theater Berlin) liest ihre Fassung von Medea Stimmen

 

Mai und Juni 2016: "Leseschule Kindheitmuster" mit der Doktorandin Ira Fiona Hennerkes


April 2016: Jan Faktor liest aus seinem 2006 erschienenen Roman Schornstein

 

September 2016: Anke Jaspers und Doreen Mildner verzeichnen den Bestand der Regale im Souterrain der Pankower Wohnung Gerhard Wolfs

 

November 2016: Ralf Klingelhöfer fährt mit mir nach Woserin. Wir dokumentieren den Bücherbestand in den Arbeitszimmern der Wolfs und transportieren erste Bücherkisten aus Nebenräumen des Sommerhauses

 

November 2016: die britische Biographieforscherin Prof. Dr. Chris Weedon stellt ihr Interviewprojekt zu 1989 vor

 

Januar 2017: Mitglieder der AG holen mit Ralf Klingelhöfer und mir weitere Woseriner Bücherkisten von Gerhard Wolf ab 

 

Januar 2017: Dr. Anne Peiter, Literaturwissenschaftlerin der Universität Réunion begibt sich während ihres DAAD-Aufenthalts auf Entdeckungsreise in unserem ersten Bestand (Ergebnsi ist der Essay "Schnitzeljagden im Dunkel" in der ersten Broschüre der A-Stelle (vgl. den Link "Fundstücke" oben)

 

Februar 2017: fachliche Beratung mit der Leiterin der Bibliothek der Akademie der Künste 

 

Februar 2017: wir diskutieren die innere Verwandtschaft zwischen Nachdenken über Christa T. (1968) und dem Bestseller ihrer Nachdichterin Anita Raja/Elena Ferrante Meine geniale Freundin (dt. 2016) 

 

Mai 2017: wir diskutieren mit Sabine Wolf, Archivarin und Herausgeberin des Briefbandes Man steht sehr bequem zwischen allen Fronten (2016) den Arbeitsprozess der Auswahl und Edition des Bandes

 

Juni 2017: Film-Interview mit Gerhard Wolf zu Bobrowski

 

Juni 2017: Textdiskussion von Briefen aus dem Band von 2016

 

Oktober 2017: Transport weiterer Umzugskisten  

 

Oktober 2017: Textdiskussion von Briefen aus dem Band von 2016, es entsteht die Idee eines Lese-Flashmobs in der Berliner S-Bahn

 

November 2017: Umzug der JanusPress-Kisten aus dem Pankower Souterrain

 

Dezember 2017: erste konzeptionelle Überlegungen zu einer CW-Ausstellung/ Vorbereitung der Textauswahl für den Flashmob

 

Januar 2018: wir diskutieren Christa Wolf - Lew Kopelew. Sehnsucht nach Menschlichkeit. Der Briefwechsel 1969-1997 (Steidl 2017) mit der Herausgeberin Dr. Tanja Walenski

 

Februar 2018: die langjährige Aufbau-Verlags-Lektorin Angela Drescher. Doreen Mildner befragt sie nach Erfahrungen im Verlag, zu Praxen der Begutachtung und Zensur und zu Publikationsgeschichten von ihr betreuter Buchprojekte, darunter vieler Christa Wolfs.

 

Februar 2018: Interview mit Gerhard Wolf zur Geschichte seiner nicht realisierten Anthologie der Lyrik im Exil  


Februar 2018: Dr. Christoph Joseph Ahlers, Sexualwissenschaftler und klinischer Sexualpsychologe, seit zwanzig Jahren an der Charité und in eigener Praxis für Paarberatung und Sexualtherapie tätig stellt sein Buch Himmel auf Erden und Hölle im Kopf. Was Sexualität für uns bedeutet (2015) vor - Veranstaltung zusammen mit dem Seminar "Mutter- und Vatertexte der Gegenwart"  

 

April 2018: Annette Simon, Psychoanalytikerin und Tochter Christa und Gerhard Wolfs, stellt ihren einflussreichen Essayband Bleiben will ich, wo ich nie gewesen bin. Versuch über ostdeutsche Identitäten (2009) vor.  - Mit der Buchhandlung "Die Insel"

Veranstaltung mit annette Simon 2018.JPG  Foto: Sonja Leinkauf

 

 

Mai 2018: Stadtspaziergang auf den Spuren Christa Wolfs -  in fünf Stationen nach dem von Mitgliedern der studentischen AG „CW Andernorts“ erarbeiteten Plan auf dem AG-Blog. Mit Interessierten der Buchhandlung "Die Insel“

Stadtspaziergang Mai 2018 10.jpeg Foto: Marina Brafa

 

Mai 2018: die Musikerin und Musikwissenschaftlerin Dr. Katrin von Briceno, Universidad de las Artes/UNEARTE - Música, Caracas - Venezuela stellt volksmusikalische Traditionen vor

 

Juni 2018: DEFA-Film Eulenspiegel (1974 nach dem Drehbuch der Wolfs) mit Eulenspiegel-Seminar Scheuer/Dahlke

 

Juli 2018: Ira Hennerkes, Doktorandin am Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg, stellt den Briefwechsel zwischen Christa Wolf und der als Jüdin 1933 ins Exil getriebenen Ärztin und Psychologin Charlotte Wolff 1983 bis 1986 vor.

 

Juli 2018: Dr. Petra Hardt spricht über ihre jahrzehntelange Arbeit als Leiterin der Abteilung Rechte und Lizenzen im Suhrkamp-Verlag (auch das Werk CWs betreuend) und 2017-2019 Mitglied im Vorstand der Christa Wolf Gesellschaft

 

September 2018: „Schätze heben“. Vorstellung der Arbeitsstelle für die Genderbibliothek des Zentrums für Transdisziplinäre Geschlechterstudien aus Anlass des Starts des Digitalen Deutschen Frauenarchivs in der Staatsbibliothek

 

September 2018: Umzug weiterer Woserin-Kisten aus dem Arbeitszimmer Christa Wolfs

 

Oktober 2018: Zweiter Stadtspaziergang "Berlin auf den Spuren Christa Wolfs"
Mit Emma Ulrich, Daria Kolesova, Katharina Hackl und  Marina Brafa von der studentischen AG "Christa Wolf Andernorts" an der HU. In Kooperation mit der Buchhandlung Die Insel

Stadtspaziergang Mai 2018 14.jpeg Foto: Marina Brafa

 

Oktober 2018: Unter der Rubrik "Vierte Generation Ost" ist Paula Fürstenberg, Master-Studentin der neueren deutschen Literatur und Autorin des Romans Familie der geflügelten Tiger (2016, Taschenbuch 2018) zu Gast. Ihr Essay über die Perspektive ihrer Generation auf die Geschichte der DDR bildete den Ausgangspunkt für eine Diskussion vor allem Jüngerer. Auf Zeitonline vom 27. September 2018 ist ein interessanter Essay zu ihrer Lektüre von Christa Wolfs Ein Tag im Jahr zu lesen:

https://www.zeit.de/freitext/2018/09/27/christa-wolf-27-september/ 

 

November 2018: Lesung mit der Autorin Kerstin Hensel, moderiert von Dr. Ernest Schonfield (Universität Glasgow)

 

Januar 2019: Marlene und Dr. Anselm Hartinger geben Auskunft über ihre Sicht auf die Biographie ihrer Eltern, des Germanistenehepaars Hartinger. Welche biographischen Schlüsselerlebnisse gingen in deren Berufsverständnis ein? Wie politisch war ihre sich verändernde wissenschaftliche Perspektive? Wie kam es zur freundschaftlichen Nähe zwischen Literaturwissenschaftler_innen und Autor_innen in der DDR?

 

Februar 2019: Werkstatt-Lesung aus Medea. Stimmen mit der Theatermacherin Stephanie Manz

 

April 2019: Die Studentinnen Emma Ulrich und Daria Kolesova stellen ihre wissenschaftlichen Abschlussarbeiten im Umfeld der Arbeitsstelle vor Vorstellung BA-Arbeiten 25.4.2019 1.jpg  Foto: Ralf Klingelhöfer

 

Juni 2019: Alex Brown, University of Birmingham, Stipendiat der

Stiftung des Berliner Abgeordnetenhauses und Gast der Arbeitsstelle, spricht unter dem Titel "Bertolt Brecht: Marxist Poet Laureate or Dissident Intellectual?" über die Geschichte der Oppositionsbewegungen in der DDR und deren Historisierung nach 1990


Juni 2019: im Pergamonpalais stellen die Studentinnen Katharina Hackl, Elisa von Hof und Marina Brafa ihre wissenschaftlichen Studien im Umfeld der Arbeitsstelle vor (in Koop. mit Praxismodul und als zweiter Teil der neuen Reihe: Bachelor- und Masterarbeiten in der Diskussion)

 

November 2019: dritter Christa Wolf-Stadtspaziergang für Teilnehmerinnen einer Bildungsreise der BTU Cottbus-Senftenberg, Fakultät für Architektur, Bauingenieurwesen und Stadtplanung, Fachgebiet Regionalplanung

 

November 2019: Lesung mit Steffen Mensching aus seinem 2018 erschienenen Roman Schermanns Augen

 

Februar 2020: Buchvorstellung und Lesung aus dem gerade erschienenen Porträt:
Birgit Dahlke: Christa Wolf (1929-2011). Antifaschistin - Humanistin - Sozialistin. Würzburg: Königshausen & Neumann 2019. Moderation: Sieglinde Geisel, Kulturjournalistin und Gründerin des Magazins für Literatur und Zeitgenossenschaft Tell

---------- Coronobedingte Pause öffentlicher Veranstaltungen --------------------

 

22. Juni 2021 Umzug des Teilbestands der Privatbibliothek Wolf zur Wende 1989 aus dem Souterrain am Amalienpark in die Räume der Arbeitsstelle 

 

4. November 2021: 19.30 Uhr Buchvorstellung des Christa Wolf-Porträts bei "ProKiez" Berlin-Bötzowviertel in der Kurt Tucholsky-Bibliothek Esmarchstraße 18 

 

11. November 2021: studentische Lesung aus Gerhard Wolf: Herzenssache. Memorial. Unvergessliche Begegnungen (2020) im Rahmen der 13. Hans Werner Richter-Tage zum "Phänomen Freundschaft in Kultur und Literatur" zu Ehren des 10. Todestages Christa Wolfs vom 11. bis 13. November 2021 im Hans Werner Richter-Haus in Bansin/ Usedom    

 

* 18. November 17 Uhr Stadtspaziergang mit Marina Brafa und Emma Ulrich für 20 Teilnehmerinnen der Bildungsreise „FrauenPower“ (organisiert von BTU Cottbus - Senftenberg, Fakultät für Architektur, Bauingenieurwesen und Stadtplanung, Fachgebiet Regionalplanung)

 

---------- Coronobedingte Pause öffentlicher Veranstaltungen --------------------

Willkommen zurück: Am Dienstag, dem 31. Mai 2022, um 18 Uhr eröffnen wir unsere Veranstaltungsreihe mit einem Poesie-Konzert unter dem Motto "Poesie im Osten - im Osten Poesie". Zhenja Oks, in Odessa geboren und Student am Institut füt deutsche Literatur, singt von ihm vertonte Poesie.       
(Dorotheenstraße 24, im Raum 3.544)
 

 

 

 

 

FORSCHENDES LERNEN I (2016 bis 2019)

* Einen wichtigen Schwerpunkt der wissenschaftlichen Auseinandersetzung im Rahmen der Arbeitsstelle bilden verschiedene Formen forschenden Lernens. Initiiert und betreut von PD Dr. Birgit Dahlke entstehen seit dem Frühjahr 2016 wissenschaftliche Hausarbeiten sowie Bachelor- und Masterarbeiten im thematischen Zusammenhang der Arbeitsstelle: Max Böhner rekonstruierte 2017 in seiner BA-Arbeit den von 1971 bis 2011 andauernden Briefwechsel Christa Wolfs mit dem westdeutschen Psychotherapeuten und Professor für Psychiatrie Hans Stoffels; Katharina Hackl und Elisa von Hof erarbeiteten 2016 am Institut für Geschichtswissenschaften zwei Seminararbeiten zur Geschichte des Pankower Christa Wolf-Gesprächskreises; Emma Charlott Ulrich rekonstruierte 2018 in ihrer für den Humboldt-Preis nominierten BA-Arbeit die Geschichte der von Gerhard Wolf 1968 konzipierten und nie realisierten Anthologie „Exil - Deutsche Lyrik in der Emigration" im Aufbauverlag.

Marina Brafa schrieb 2019 ihre Master-Arbeit über das aus Zensurgründen abgebrochene Spielfilmprojekt "Fräulein Schmetterling". Daria Kolesova untersuchte 2019 den Umgang mit dem Thema Selbstzensur im Briefwechsel Christa Wolfs mit Efim Etkind, Raissa Kopelewa und Lew Kopelew. Sophie Meiners widmete ihre 2019 an der Freien Universität eingereichte Bachelorarbeit Christa Wolf als Leserin des Ethnopsychoanalytikers Paul Parin. Amanda Stewart verteidigte 2019 ihre im Rückgriff auf den von ihr während eines Praktikums detailliert verzeichneten "Woserin-Bestand" der Privatbibliothek sowie auf Materialien des Wolf-Archivs der Akademie der Künste Berlin entstandene Master Thesis "Christa Wolf as a Philosopher of Science. Reframing Wolf’s Representation of Science using Material Culture" an der University of Oxford. (Auszüge aus der Studie finden Sie in unserem Archiv Ergebnisse forschenden Lernens: Amanda Stewart 2019.)
Ronja Dierks verzeichnete in einem zweimonatigen Praktikum im Frühjahr 2019 einen Teilbestand des Pankower Arbeitszimmers Christa Wolfs. Gesche Beyer analysierte 2020 in ihrer Masterarbeit die Bedeutung des Gartens in der Prosa Christa Wolfs. Sabine Swoboda ging 2020 in ihrer Masterarbeit Spuren persönlicher und poetischer Beziehungen im literarischen Werk von Christa Wolf und Anna Seghers nach. Melina Milz untersuchte 2020 in ihrer Bachelorarbeit Christa Wolfs Erzählungen „Juninachmittag“ und „Sommerstück“. 2021 entstanden Studien Sergey Ovechkins zu „Kindheitsmuster“ und Nico Cläsgens zu „Nachdenken über Christa T.“. 2022 wird die Masterarbeit Emma Ulrichs zu Nachkriegskonstellationen in der frühen DDR und Gerhard Wolfs Arbeit am Kanon der Exilliteratur (insbesondere zu Luis Fürnberg) beendet. Eine Masterarbeit zu dem von Gerhard Wolf in seinem Essay „Beschreibung eines Zimmers“ (1971) poetologisch porträtierten Johannes Bobrowski ist in Planung.

 

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(Einlagen in Bänden der Exilliteratur aus Woseriner "Kellerkisten") Foto: Anke Jaspers

 

Exilliteratur Einlage.jpeg Foto: Anke Jaspers

 

Für das „Museum im Aufbau Kleinmachnow“ (Projektleitung Sophie Schulz) plant eine Gruppe Studierender, unterschiedlichste literarische und außerliterarische Quellen zusammenzustellen, um zeithistorischen Spuren der Nachbarschaft von Christa und Gerhard Wolf und Maxie und Fred Wander im grenznahen Kleinmachnow zwischen 1962 und 1976 nachzugehen. Vgl.: www.kleinmachnow.de/museum

 

* Von April 2018 bis Februar 2019 erarbeitete eine Gruppe von 15 Studierenden die von der Christa Wolf Gesellschaft initiierte AUSSTELLUNG "NEU CHRISTA WOLF LESEN". Sie wurde pünktlich zum 90. Geburtstag der Autorin am 18. März 2019 im Berliner Literaturhaus Fasanenstraße der Öffentlichkeit präsentiert. In Kooperation mit dem Grafiker Martin Hoffmann und unter meiner redaktionellen Leitung entstanden 14 Ausstellungsbanner (in der Größe 200 mal 85cm).

 

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(Frühjahr 2018, erste Schritte der Arbeit an einem der Banner)

Foto: Marina Brafa

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(nächste Runde der Arbeit an der Textauswahl) Foto: Birgit Dahlke

Arbeit an der Ausstellung 3.jpg Foto: Birgit Dahlke

 

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Foto: Hania Siebenpfeiffer

(mehrtägiger Ausstellungs-Workshop mit Martin Hoffmann während der Semesterferien im September 2018)

Die über ein Jahr laufende Projektarbeit an den thematischen Bannern erfolgte zum Teil in Zusammenhang mit verschiedenen Lehrveranstaltungen, aber auch außerhalb des regulären Uni-Alltags.

Werkstatt in CW-Zimmer 26.1.2019.JPG    Foto: Daria Kolesova

(Martin Hoffmann und einige Student:innen des Ausstellungsteams während des zweiten mehrtägigen Workshops in den Semesterferien im Februar 2019 in der Pankower Wohnung Gerhard Wolfs. Die unmittelbare Nähe des Schreibtischs im Arbeitszimmer Christa Wolfs, persönliche Fotos und Gegenstände und ihre Bücher inspirierten die Studierenden natürlich besonders.)

 

Während ihres Erasmus-Aufenthalts als Gastwissenschaftlerin an der Arbeits- und Forschungsstelle Privatbibliothek Wolf im Mai 2018 beteiligte sich auch Dr. Anne Peiter von der Universität Rèunion begeistert an der Entwicklung der Ausstellungskonzeption.       

 

Zum Konzept:

Die dynamische Form der als Wander-Ausstellung angelegten Banner konzentriert sich bewusst darauf, die bekannte Autorin auf unerwarteten Wegen über ihre poetische Sprache, originäre Erzählweise und innovative Themensetzung vorzustellen, statt wie in vielen früheren Ausstellungen über ihre Biographie. In den Bannern werden überraschende Perspektiven auf eine vielfältige Literatur aus mehr als 50 Jahren ermöglicht. Die grafische Anordnung vermeidet Hierarchien und bietet stattdessen Anschlüsse sowohl für Eingeweihte als auch für Neulinge - vor allem Jüngeren will sie Zugänge zu einer komplexen Ästhetik ermöglichen.      

Die Banner (sogenannte Roll-Ups) können frei im Raum stehen und in wechselnder Reihung aufgestellt werden. Jedes präsentiert einen thematischen Schwerpunkt: „Christa Wolf in ihren Briefen“, „Christa Wolf international“, „Christa Wolfs ‚Moskau‘“, „Seite 90 zum 90.“, „Christa Wolf und der Film“, „Erste Sätze im Prosawerk Christa Wolfs“, „Der 27. September“, „Lesarten Ost und West“, „Medeas Stimmen“, „Kindheitsmuster als Text-Gewebe“, „Wer hörte Kassandra?“ und „Lesespuren“. Damit gibt es nicht nur Banner, die sich einzelnen Werken widmen, sondern auch intertextuell-übergreifende, welche überraschende Einsichten bieten: Was zeigt sich, wenn man jeweils einen Auszug aus Seite 90 eines Prosatexts zu einem Gesamttext zusammenstellt? Welche Vielfalt an „Stimmen“ ergibt der Blick auf die Briefschreiberin, die sich diversen Adressat:innen zuwendet? Wie veränderte sich Christa Wolfs Blick auf die Sowjetunion? Was ist so aufregend an einem ersten Satz? Warum braucht es mitunter 35 Anfänge, um einen Erzählgestus zu finden? Welche Lektüren finden in welchem Zusammenhang Erwähnung? Lassen sich Schlüsselworte in den über fünf Jahrzehnte reichenden Tagebucheinträgen zum 27. September entdecken? Unterscheiden sich westdeutsche und ostdeutsche Lesarten tatsächlich? Welche DEFA-Filme nach einem Drehbuch der Wolfs sind uns aufgrund der früh erfahrenen Zensur verloren gegangen? Wie liest sich der Buchtitel Kein Ort. Nirgends in 30 unterschiedlichen Sprachen und vor allem Schriften? Welche literarischen Formate fand die Autorin für sie lebenslang interessierende Gegenstände?    
Die Banner zeigen nicht einfach Werkausschnitte, sie spielen mit der Spannung zwischen Schrift und nichthierarchischer grafischer Anordnung und generieren durch unerwartete Zuordnung originäre Textfelder. Das Publikum wird Teil des Spiels: Wo jemand zu lesen und zu sehen beginnt, ist nicht vorgegeben. Einfache Orientierung wird gezielt unterlaufen und durch Ermutigung zu „wilder“ Lektüre abgelöst. Die Besucher_innen können von unten nach oben, von rechts nach links, diagonal oder quer lesen und wahrnehmen. Unerwartete Montagen und Kontraste führen zu Re-Kontextualisierungen, werfen Fragen nach Poesie und Geschichte, nach dem individuellen ästhetischen Weg Christa Wolfs auf. In einem Leporello-Beiheft zur Ausstellung, erarbeitet von Dr. Peter Böthig, finden Interessierte Informationen über das Leben der Autorin, in deutscher und englischer Sprache. 

Die Ausstellung wird jeweils von Lesungen, z.B. von der von Marina Brafa, Emma Charlott Ulrich, Daria Kolesova und Katharina Hackl erarbeiteten szenischen Textcollage "Und die Literatur?" und von öffentlichen Diskussionen begleitet.

Die Arbeit an der Ausstellung wurde gefördert von der Christa Wolf Gesellschaft, der Arbeitsgemeinschaft literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Suhrkamp Verlag, der HU Berlin, der DEFA-Stiftung und der Lottostiftung.

Bei Interesse, die 14 Banner in ihrer Gesamtheit oder auch in einer Auswahl bei Ihnen zu zeigen, wenden Sie sich bitte an unsere studentische Mitarbeiterin Alina Mohaupt unter der Adresse: mohaupal@hu-berlin.de

Wir verleihen gern an interessierte Bibliotheken, Schulen, Universitäten, Galerien, Literaturhäuser, Theater, Goethe-Institute und ähnliche institutionelle Partner. 

Hier der Link zur Website des Grafikers Martin Hoffmann, auf der Sie sich die Ausstellungsbanner ansehen können:

Ansicht Ausstellung

 

Zu sehen war und ist die Ausstellung:

1. Vom 18. bis zum 27. März 2019 im Literaturhaus Fasanenstraße

Eröffnung 18.3.2019 Literaturhaus 2 mit GW, TW, Helene  Kopie.jpeg

(festliche Ausstellungs-Eröffnung pünktlich zum 90. Geburtstag Christa Wolfs am 18. März 2019 im Literaturhaus Fasanenstraße - hier zu sehen ist ein Teil des siebzehnköpfigen Ausstellungsteams mit Gerhard Wolf, Katrin Wolf und weiteren Angehörigen der Familie Wolf) Foto: Jan Fischer

 

2. Seit dem 11. Juni 2019 bis heute sind alle 14 Banner in der Arbeitsstelle Privatbibliothek Wolf, Dorotheenstraße 24, Haus 3, 5. Etage im Foyer vor Raum 3.509 zu sehen

 

einige Banner stehend im Foyer des Instituts (Ralf Klingelhöfer)2019.jpg  Foto: Ralf Klingelhöfer

 

Eröffnung 25. April 2019 HU 1 Klingelhöfer.jpg

(ein Teil des Ausstellungsteams während der Vorstellung der Ausstellung an der HU im Foyer des Instituts für deutsche Literatur im März 2019)

   Foto: Ralf Klingelhöfer

Eröffnung 25.4.2019 HU 8 Klingelhöfer.jpg  Foto: Ralf Klingelhöfer

 

 

Eröffnung 25.4.2019 HU 7 Klingelhöfer.jpg Foto: Ralf Klingelhöfer

 

Eröffnung 25.4.2019 HH 9 Klingelhöfer.jpg Foto: Ralf Klingelhöfer

 

 

3. Vom 13. mit Vernissage bis 26. Mai 2019 mit Finissage in der Lettrètage Berlin Kreuzberg (Mehringdamm 61)

 

4. Vom 18. Juni bis 5. Juli 2019 im Atrium des Pergamonpalais im Universitätsgebäude Georgenstraße 47 (mit einer Abendveranstaltung am 25. Juni um 18 Uhr, auf der zwei studentische Projekte vorgestellt werden: Katharina Hackers und Elisa von Hofs Studie zur Rekonstruktion der Geschichte des Gesprächskreises Christa Wolfs von 1989 bis 2004 und Marina Brafas Masterarbeit zu Christa und Gerhard Wolfs be- und verhinderten Filmprojekten.) 

Pergamonpalais Sommer 2019  Kopie.jpeg

Foto: Sonja Leinkauf

 

5. Zur Langen Nacht der Wissenschaften an der HU am 15. Juni 2019 von 17 bis 22 Uhr im Foyer vor der Arbeitsstelle Privatbibliothek

6. Vom 15. Oktober bis 4. November 2019 im Foyer des Berliner Jacob- und Wilhelm Grimm-Zentrums

7. Ab 5. Dezember 2019 in der Luxemburgstiftung Berlin (Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin). Ausstellungseröffnung am 5.12. 2019 mit Einführung...

Ausstellungseröffnung LUX 5.12.2019 2.jpg Foto: Ralf Klingelhöfer
 

...und Lesung aus Christa Wolf. Antifaschistin. Humanistin. Sozialistin (2019 im Verlag Königshausen & Neumann)

Buchpremiere BD in LUX 5.12.2019.jpg Foto: Ralf Klingelhöfer

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier:http://www.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/6NH2R/neu-christa-wolf-lesen/

 

 

* Im Oktober 2019 in der Sächsischen Landesbibliothek Dresden,

* im November 2019 in der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt in WittenbergZum Programm der Tagung

Wittenberg November 2019 Kopie.jpeg

(Mitglieder des Ausstellungsteams mit PD Dr. Eva Harasta, Studienleiterin der Evangelischen Akademie Wittenberg, Ruth Misselwitz/ Pfarrerin a.D. und Mitglied im Vorstand der Christa Wolf Gesellschaft, Sonja Leinkauf/ Mitglied im Vorstand der CWG, Prof. Dr. Astrid Köhler/ Queen Mary University London und Autorin Paula Fürstenberg im November 2019 in Wittenberg)

 

* Die Stadtbibliothek "Ulrich Plenzdorf" in Seelow zeigte die Ausstellung vom November 2021 bis Ende März 2022. Als Finissage fand zum 93. Geburtstag Christa Wolfs am 18. März 2022 eine Lesung und ein Gespräch Volkmar Bienecks mit Birgit Dahlke, mit musikalischer  Umrahmung durch Heike Mildner statt.

 

 

neu CW lesen 11-21 Bibliothek Seelow1.jpg
Bild: Volkmar Bieneck
neu CW lesen 11-21 Bibliothek Seelow2.jpg
Bild: Volkmar Bieneck

 

* Die Pankower Janusz-Korczak-Bibliothek zeigte die Ausstellung von Dezember 2021 bis Ende Januar 2022 zu den üblichen Öffnungszeiten der Bibliothek. Die Vernissage mit szenischer Lesung aus Gerhard Wolfs Essay Herzenssache am 7.12. 21 musste leider coronabedingt ebenso abgesagt werden wie die für den Januar 2022 geplante Lesung aus dem Christa Wolf-Porträt. 

* Vom 4. Februar bis 3. April 2022 war die Ausstellung in der Bettina-von-Arnim-Bibliothek Pankow zu sehen: https://www.berlin.de/stadtbibliothek-pankow/bibliotheken/bettina-von-arnim-bibliothek/.

(in der dritten Etage des Gebäudes Schönhauser Allee 75, unmittelbar rechts neben den Schönhauser Arkaden am S-Bahnhof Schönhauser Allee)

 

 

 

FORSCHENDES LERNEN II (2020)

 

Arbeit am Exponat Humboldt Forum 2019 Kopie.jpeg

Foto: Birgit Dahlke

Im 600 Quadratmeter großen Hauptsaal der Auftaktausstellung des Humboldt Labors im Berliner Humboldt Forum mit dem Motto „Nach der Natur“ ist seit dem 20. Juli 2021 auch ein Exponat der Arbeits- und Forschungsstelle Christa und Gerhard Wolf zu sehen. Als moderne Wunderkammer versammelt die Ausstellung Forschungsansätze zu aktuellen Fragestellungen und setzt sie in Beziehung zu Positionen aus der Geschichte der Wissenschaften.

Ein studentisches Team (Ronja Dierks, Daria Kolesova, Helena Schubert, Emma Charlott Ulrich, Leonie Wieschollek, Serah Ebcinoglu) erarbeitete unter meiner Leitung ab Oktober 2019 ein überdimensioniertes begehbares Buch mit dem Titel "Poesie der Kritik“. Ausgehend von Christa Wolfs Roman Störfall (1987) sowie ihren Frankfurter Vorlesungen zu Kassandra (1983) nimmt das Team Stellung zu patriarchalen Zügen der Wissenschaften in Geschichte und Gegenwart.   
Mit Störfall reagierte Christa Wolf auf den Reaktor-Unfall von Tschernobyl. Nach einer Explosion im sowjetischen Kernkraftwerk am 26. April 1986 zog eine radioaktive Wolke über Europa hinweg. Als „DIE NACHRICHT“ die Ich-Erzählerin in ihrem mecklenburgischen Sommerhaus erreicht, drängen sich ihr die Widersprüchlichkeiten wissenschaftlichen „Fortschritts“ ins Bewusstsein. Wolf reflektierte damit den Wissenschaftsbetrieb in Zeiten des Kalten Kriegs. Die Studentinnen der Literatur stellen sich mit ihrem Projekt in diese Tradition. Mit Christa Wolf fragen sie nach den Protagonist*innen der Wissenschaften: Wen vertreten Expert*innen? Wer betreibt Wissenschaft? Wer redet mit? Was kommt in der Sprache der Spezialist*innen nicht vor?
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Die gesamte Auftaktausstellung "Nach der Natur" im ersten Obergeschoss des Humboldt Forums ist seit dem 20. Juli 2021 für drei Jahre zu sehen. Unser Exponat trägt den Titel "Störfall". Sie finden es im hinteren rechten Viertel der Ausstellung. 

Aktuelle Informationen finden Sie hier: https://www.humboldt-labor.de/de

 

 

FORSCHENDES LERNEN III (2021/22)

Hörstück der Privatbibliothek Christa und Gerhard Wolf

Im Sommersemester 2021 näherten wir uns theoretisch und praktisch einer Form an, die im letzten Jahrzehnt an Popularität gewonnen hat, dem Podcast. Im von Frau Dr. Dahlke angebotenen Seminar lauschten wir verschiedenen Formaten, ergründeten Vorlieben und Abneigungen, verglichen Jingles, Pausen und Versprecher bestehender Podcasts, versuchten Rhythmik und Schemen einzelner Sendungen zu verstehen. All dies mit der Absicht, am Ende des Semesters einen akustischen Einblick in die Arbeitsstelle Christa und Gerhard Wolf zu produzieren. In sehr freier, sehr assoziativer Weise entstand schließlich dieser Podcast, der eigentlich eher ein Hörstück ist. Geschrieben haben es Stefan Geisler und Emma Charlott Ulrich, die zwei der drei Stimmen sprechen. Lynn Kelders spricht die dritte Stimme. Die Stimmen sind bewusst nur als „Stimmen“ bezeichnet, da sie keine Rollen im klassischen Sinne sind, sondern Assoziationsräume darstellen. Den Autor:innen war es wichtig, verschiedene Standpunkte, Denkweisen und Fakten aneinanderzureihen. Dieses Verfahren wurde auf ein zunächst theoretisch-philologisch anmutendes Thema angewendet: „Bücheraufstellungen“. Das Thema erwies sich, je weiter die Erarbeitung des Hörstücks voranschritt, als Assoziationsraum mit großen Freiheiten. Nicht allein die philologische Arbeit der Arbeitsstelle Christa und Gerhard Wolf sollte im Mittelpunkt stehen, sondern auch das haptische Erleben eines Bibliothekskorpus. Das Ergebnis ist ab sofort hier zu hören. Es gibt einen anderen Einblick in die Arbeitsstelle Christa und Gerhard Wolf abseits der reinen Dokumentation von Arbeitsabläufen - ob der Versuch geglückt ist, haptische Erfahrungen in ein Hörstück zu übertragen, können die HörerInnen selbst entscheiden."
 
Folgen Sie dem Link zur Seite der Christa Wolf Gesellschaft und lauschen Sie dem Podcast-Hörstück: https://christa-wolf-gesellschaft.de/aphu/

 

Im Sommersemester 2022 findet ein Praxisseminar statt, in dem eine Fotodokumentation der Autor_innenbibliothek entsteht. In Zeiten des eingeschränkten Publikumsverkehrs wollen wir deren Schätze über kommentierte Fotozyklen öffentlich zugänglich machen.

 

 

 

 

GÄSTE

* November 2016: Biographieforscherin Prof. Dr. Chris Weedon (GB)

* Oktober, November 2018: Dr. Ernest Schonfield (Universität Glasgow), DAAD- finanziert

* Im Rahmen der Joint PhD applications mit dem King's College London schrieb Yejun Zou, betreut von Dr. Catherine Smale (London) und PD Dr. Birgit Dahlke, die 2019 erfolgreich verteidigte Dissertation „Socialist Feminism: Comparative Studies of The Work of Christa Wolf and Ding Ling”.

* Mai und Juni 2019: der Doktorand Alex Brown (University of Birmingham), Stipendiat der Stiftung des Berliner Abgeordnetenhauses

* Juli 2019: Dr. habil Anne Peiter (Universität La Reunion), DAAD-Gastdozentin

* Oktober 2021: Dr. Benedicte Terrice (Universität Nante), DAAD-Forschungsaufenthalt

* Mai 2022 Dr. Anja Rothenburg, Universität Valencia (Erasmus-Dozentenaustausch)

 

 

 

DOKUMENTATION

* In Zusammenarbeit mit dem Kameramann Ralf Klingelhöfer (www.ralf-klingelhoefer.de) entstand eine bislang vierteilige filmische Interview-Dokumentation, worin Gespräche mit Gerhard Wolf zu sehen sind. Vor den Regalen seines Arbeitszimmers sowie denjenigen im Arbeitszimmer Christa Wolfs spricht Gerhard Wolf anhand von Beispielen über die Geschichte einzelner Exemplare und Sammlungsschwerpunkte, erklärt Hintergründe von Widmungen und erläutert Anstreichungen und Einlagen in Büchern. Natürlich kommt dabei stetig seine Arbeit als Verleger, Essayist und Lektor zur Sprache.

Mit Prof. Dr. Jörn Kreutel (Beuth-Hochschule Berlin) wird die  Entwicklung einer Anwendung zur Erschließung und Zusammenführung von verschlagwortetem Multimedia-Content“ (Verschlagwortung des Filmmaterials der Interviews und Zuordnung zu den verschiedenen Werken der Privatibliothek) angestrebt.

 

 

SCHENKUNGEN

Zwei großformatige Fotografien der Wolfs und ihrer Bibliothek von Roger Melis, eine von Peter Böthig erarbeitete Ausstellung zu Leben und Werk Christa Wolfs als ständige Leihgabe des Kurt Tucholsky Literaturmuseums Rheinsberg und eine Ausstellung der von Gerhard Wolf geschenkten zu MedeaStimmen entstandenen Grafiken wecken immer neu das Interesse der Studierenden und Besucher:innen. Gerhard Wolf übergab uns ein Exemplar einer Grafikmappe mit ihm gewidmeten Arbeiten zu Natur und Landschaft. Zu unserem Bestand kamen die CW-Werkausgabe, sämtliche West- und Ost-Erstausgaben und weitere Lizenzausgaben hinzu, welche uns der Suhrkamp Verlag überließ. Michael Hartmann übergab uns 2018 zwei Briefe Christa Wolfs an das Literaturmuseum "Theodor Storm" in Heiligenstadt mit einem Statement von Stephan Hermlin. Michael Töteberg schenkte uns 2019 einen antiquarisch erworbenen Autographen: eine Leihkarte aus der Bibliothek des DDR-Schriftstellerverbands mit Ausleihdaten zu einem Band von Dos Passos. Christa Wolfs Unterschrift stammt von 1968.    

 

Anerkennung: Wir sind Teil der Sammlungen der HU

Im September 2018 wurde die Privatbibliothek offiziell in die zentralen Sammlungen der HU aufgenommen. Auf dem Sammlungsportal der HU werden einzelne Exponate der Privatbibliothek vorgestellt und kleine Einblicke vor allem in die mit der Arbeitsstelle verbundenen studentischen Aktivitäten gegeben:

http://www.sammlungen.hu-berlin.de/sammlungen/privatbibliothek-christa-und-gerhard-wolf/

Im "Sammlungsschaufenster" der HU in der Bibliothek des ehemaligen Tieranatomischen Theaters ist seit Oktober 2019 ein Objekt von uns zu sehen: ein Exemplar von Thomas Manns Roman Doktor Faustus mit (von mir kommentierten) Lesespuren Christa Wolfs. 

 

BEIRAT

Seit September 2018 existiert ein ehrenamtlicher Beirat der Arbeits- und Forschungsstelle, dem ich jährlich Bericht erstatte. Im Dezember 2018 bestätigte der Institutsrat des Instituts für deutsche Literatur die Geschäftsordnung des Beirats und berief folgende Mitglieder: Dr. Constanze Baum (Institut für deutsche Literatur), Dr. Peter Böthig (Vorstandsmitglied der  Christa Wolf Gesellschaft/ Kurt Tucholsky Literaturmuseum), Annette Simon (für die Familie Wolf), Dr. Georgina Paul (St Hilda's College Oxford) und Prof. Dr. Steffen Martus (Institut für deutsche Literatur). 

 

 

 

 

 

 

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Foto: © gezett

PD Dr. Birgit Dahlke

birgit.dahlke@rz.hu-berlin.de

Humboldt-Universität Berlin
Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät
Institut für deutsche Literatur
Dorotheenstraße 24
10099 Berlin
Tel.: 030/20939758 
Raum 3.544

Leiterin der Arbeits- und Forschungsstelle Privatbibliothek Christa und Gerhard Wolf an der HU

Mitglied im Vorstand der Christa Wolf Gesellschaft e.V.

 

 

Unterzeichnung der Schenkungsurkunde am 3. September 2015

Foto: Unterzeichnung der Schenkungsurkunde am 3. September 2015

 



 
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