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  • Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Institut für deutsche Literatur

    Forschungsstelle Kulturgeschichte der Sexualität

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    Aktuell: Call for Papers zum Gründungsworkshop des Arbeitskreises Sexualitäten in der Geschichte.

    Die Forschungsstelle Kulturgeschichte der Sexualität (vormals: Forschungsstelle Archiv für Sexualwissenschaft) wurde im Oktober 2012 mit zentralen Mitteln der Humboldt-Universität zu Berlin gegründet. Seit Juli 2016 finanziert sie sich vollständig aus eingeworbenen Drittmitteln. Der Fokus liegt auf dem 20. Jahrhundert.

     

    1. Der erste Schwerpunkt befasst sich mit den Jahren 1919-1933. Ziel ist die Erforschung des von Magnus Hirschfeld hinterlassenen kulturellen Erbes der Berliner Sexualwissenschaft. Flankiert wird dieser Schwerpunkt mit dem Digitalisierungsprojekt „Der Eigene“ und der Förderung einer Monographie über die Geschichte des von Hirschfeld geleiteten Instituts für Sexualwissenschaft (1919-1933). Bereits abgeschlossene Projekte sind eine Archivtagung zu Hirschfelds Institut (Tagungsergebnisse veröffentlicht in der Zeitschrift Sexuologie), eine Aufarbeitung der akademischen Nachwirkung des Instituts (Monographie: Ralf Dose, Das verschmähte Erbe) und eine Edition von Hirschfelds Testamentheften (hg. v. Ralf Dose) sowie eine Festveranstaltung mit Ausstellung zu Hirschfelds 80. Todestag. Die Teilprojekte wurden von der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld gefördert.
    2. Der zweite Schwerpunkt nimmt die Zeit der Herrschaft der Nationalsozialisten (1933-1945) und die Nachkriegszeit hinzu. In Kooperation mit der Hebrew University of Jerusalem untersucht die Forschungsstelle den Beitrag von Jüdinnen und Juden zur homosexuellen Kultur der Weimarer Republik sowie den Beitrag der ausgewanderten Jüdinnen und Juden am schwullesbischen Leben in Israel. Dieses Projekt wird von der German-Israeli-Foundation (GIF) gefördert.
    3. Der dritte Schwerpunkt liegt auf der Kulturgeschichte der Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans* und Inter* in den 1970er Jahren. Im Rahmen einer europäischen Forschungskooperation mit dem Titel „Cruising the 1970s“, an der neben Berlin die Universitäten Edinburgh, Murcia (Spanien) und Warschau beteiligt sind, erforscht die Forschungsstelle die Dekade zwischen Stonewall und dem Beginn der AIDS-Krise. Dieses Projekt wird von dem europäischen Förderprogramm HERA (Förderlinie „Uses of the Past“) finanziert.
    4. Der vierte Schwerpunkt zielt auf die Kulturgeschichte von HIV und AIDS in den 1980er und 1990er Jahren. In Kooperation mit der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld hat die Forschungsstelle Vor- und Nachlässe von AIDS-Aktivist_innen der ersten Stunde eingeworben, um ein Archiv aufzubauen, dass der künftigen Forschung zur Verfügung gestellt werden soll. Vorgesehen ist die Integration dieses Archivs in das an der Universitätsbibliothek der HU bestehende „Hirschfeld-Haeberle-Archiv“.
    5. Der fünfte Schwerpunkt widmet sich der Kunstsammlung der jüdischen Mäzenin Naomi Wilzig (1934-2015). Ihr 2005 gegründetes World Erotic Art Museum in Miami Beach, Florida beherbergt eine umfangreiche, viele Epochen und Kulturen abdeckende Sammlung erotischer Kunst, die ab 2017 für fünf Jahre als Leihgabe an die Humboldt-Universität kommt und erforscht wird. Die geplante Leihgabe ist mit einer Schenkungsabsicht verbunden und geht mit einer großzügigen finanziellen Förderung seitens der Erben der Mäzenin einher. Ziel ist der Aufbau eines „Museums der Leidenschaften“.
    Kontakt  

    Leitung:

    Prof. Dr. Andreas Kraß

    Wissenschaftliche Mitarbeiter/innen:

    Janin Afken (HERA/GIF)
    Hannes Hacke (WEAM)
    Dr. Benedikt Wolf (HERA/GIF)

    Studentische Mitarbeiterin:

    Maren Wachowski

    Frühere Mitarbeiter*innen:

    Andreas Pretzel (Wiss. Mitarb.)
    Liesa Hellmann (Stud. Mitarb.)
    Luisa-Catarine Böck (Stud. Mitarb.)

    Forschungsstelle
    Kulturgeschichte der Sexualität
    Humboldt-Universität zu Berlin
    Institut für deutsche Literatur
    Unter den Linden 6
    10099 Berlin

    Sitz:

    Hausvogteiplatz 5-7
    Raum 0434 (4. OG)
    Tel. ++49 30 2093-70682/70655

    E-Mail: kulturgeschichte-sexualitaet@hu-berlin.de

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